Die Vergessenen I: Skinwalker von Sabina Schneider

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Jan 12, 2015


FAKTEN
Das Buch Die Vergessenen I: Skinwalker, von Sabina Schneider, ist erstmals am 24.01.2014 als eBook erschienen.
INHALT
Lina will einfach nur normal sein, sie hat eigentlich schon genug mit ihren nächtlichen Kämpfen zu tun, die ihre ganze Kraft kosten. Als sie dann bei ihrem neuen Job diesen Mann mit der unheimlichen Anziehungskraft begegnet, stürzt Linas Leben ins Chaos. Wieso erlebt sie diese widersprüchlichen Gefühle in seiner Gegenwart? Begehren und die eindeutige Warnung vor Gefahr kämpfen um die Herrschaft in ihrer Brust. Was verbirgt dieser Van? Dann geht alles ganz schnell, sie muss flüchten und landet in Japan. Dort werden nicht nur Erinnerungen an ihre Studienzeit wach, nein – dort muss sie sich auch mit lebendig gewordenen Mythen, Göttern und Sagen auseinander setzen. Das alles droht Lina zusammenbrechen und aufgeben zu lassen, doch das würde folgenschwere Konsequenzen für die gesamte Menschheit bedeuten!
SCHREIBSTIL/ FORM
Die Autorin Sabina Schneider schreibt aus der Erzähler-Perspektive heraus. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren, jeweils aus der Ich -Perspektive, wäre hier vielleicht besser gewesen. Denn die Personen haben in diesem Buch viele Gefühle und Gedanken zu verarbeiten. Das ist jedoch nur meine persönliche Meinung, da tickt ja jeder etwas anders 😉 Die Emotionen und Gedankengänge hat die Autorin jedoch sehr gut rüber gebracht. Auch ist sie sehr darum bemüht, den Lesern ein wenig Grundwissen über die japanische Mythologie zu vermitteln. Das zeigt auch das umfangreiche Glossar zum Schluss. Mir war es jedoch an einigen Stellen ein wenig zu viel des Guten. Wer jedoch ein echter Japan-Fan ist, der kommt hier voll auf seine Kosten. Sehr schön beschrieben hat Sabina Schneider die Personen und Umgebungen, man hatte stets ein genaues Bild vor Augen und konnte so besser in das Buch abtauchen. Die Spannungskurve war gelungen, nur die häufigen Erklärungen haben vereinzelt kurze Längen auftreten lassen. Was ich der Autorin noch ans Herz legen möchte, ist ein Lektorat.
CHARAKTERE
Lina
Sie ist eine zum Teil sehr emotionale und ein wenig labile junge Frau. Das liegt wohl auch an den inneren Kämpfen, die sie ständig aufs Neue austragen muss. Doch für die Umstände in denen sie sich befindet, ist sie bemerkenswert mutig und standhaft. Vor allem was Van betrifft.
Van
Er ist ein vom Leben nicht eben liebenswert gezeichneter Mann. Seine Natur macht ihn wild, launisch und mutig wie keinen anderen! Zudem beschreibt ihn die Autorin als sehr gut aussehend, in echter Womanizer eben. Aber sein Herz gehört dann nur noch einer Frau – und zwar ganz und gar. Wenn er liebt, dann bis in den Tod!
Akiko
Diese mysteriöse junge Dame hat den schärfsten Blick von allen. Und was sie sieht kann sie weder beeinflussen, noch kann sie es lenken. Dazu wird ihr das Herz gebrochen und das Schicksal um sie herum nimmt ihren Lauf. Obwohl sie vielleicht als die Böse da stehen könnte, mag ich sie. Sogar mehr als Van oder Lina.
Muki
Dieser kleine Kerl ist das liebenswerteste Geschöpf überhaupt, er ist mein Liebling in diesem Buch. Aber ihr müsst ihn selbst kennen lernen 😉
Shiro
Ein echter Gott mit festen Zielen – er will sie. Und doch bekommt er durch sie ein paar leicht menschliche Züge und erfreut sich an ihrer Gesellschaft und dem, was sie ihm zeigt. Um sie zu retten, ist er bereit viel mehr zu tun, als man einem Gott nachsagt.
MEIN FAZIT
Ein schöner Auftakt für Japan-Fans mit einigen Schwächen. Aber es ist auf jeden Fall lesenswert! Denn die Autorin ist sehr gut darin, Charaktere lebendig werden zu lassen. Ein paar kleine Längen haben das Lesevergnügen etwas geschmälert, aber es ging nicht ohne sie. Denn ohne die Zwischen-Erklärungen der Autorin, wäre ich sicher nicht mehr mitgekommen. Freud und Leid liegen hier also nah bei einander 😉 Trotzdem kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der ein wenig in die japanischen Sagen-Welt eintauchen möchte.
MEINE BEWERTUNG
Hier gibt es 3 von 5 Zahnrädchen
Rezension vom 12.01.2015
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Die Legende von Tyr: Der Weg nach Aeswyn von Norman Doderer

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Sep 1, 2014



FAKTEN
Die Legende von Tyr: Der Weg nach Aeswyn von Norman Doderer ist erstmals am 04.06.2014 im Verlag Books on Demand im flexiblen Einband erschienen.
INHALT
Den jungen Prinzen Aladriel zieht es irgendwie raus in die Welt. Doch die Geschichte der Drúin lässt das nicht zu…bis sich das Blatt wendet. Eine bezwungen geglaubte Gefahr bedroht nicht nur die Waldelfen, sondern ganz Tyr. Aladriel will gemeinsam mit seinem besten Freund die Außenwelt nicht nur warnen, er will auch um Hilfe für sich und sein Volk bitten. Er hat einen harten und beschwerlichen Weg vor sich, zudem wird er verfolgt und man trachtet ihm nach seinem Leben! Wird er ihn dennoch erfolgreich beschreiten und sein Volk vor dem Untergang bewahren können?
SCHREIBSTIL UND FORM
Norman Doderer schreibt das Buch aus der Erzähler-Perspektive. Seine Landschaftsbeschreibungen sind wirklich gelungen und man hat ein schönes Bild vor Augen. Er ist nicht zu Detail verliebt, aber geizt auch nicht mit Sinneseindrücken. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen, ich hatte es sehr schnell durch. Mich stört nur ein wenig das Wanken seiner Ausdrucksweise. Im Großen und Ganzen drücken sich seine Charaktere sehr gewählt aus. Dann folgen aber zwischendurch Sätze wie z. B. “Das hatte ich eh vor” Das ist zwar Umgangssprache, passt aber so gar nicht ins Bild. Spannungskurven waren deutlich vorhanden, für meinen Geschmack hätten sie nur etwas mehr Emotionen vertragen können. Ich bin gefühlsmäßig leider nicht voll eingestiegen, das ist sehr schade. Es hat irgendwie der “Aha-Effekt” gefehlt. Man muss aber dazu sagen, dass sich das Buch gesteigert hat. Der Autor hat eine positive Entwicklung durchgemacht, die offen zeigt, dass sich noch eine Menge Potenzial verbirgt. Genau darum werde ich auf jeden Fall auch den 2. Band lesen!
CHARAKTERE
Aladriel ist ein willensstarker junger Elf, der sich sogar gegen seinen Vater wendet um….*nee, das wäre ja Spoiler :)* Er ist eines der Beispiele, bei dem ich mir mehr Tiefe, mehr Emotionen wünschen würde, zumal er ja Hauptprotagonist ist. Er hat mir zum Ende hin aber immer besser gefallen. Auch ist er mir beim Lesen sympathisch gewesen. Mein Lieblings-Charakter ist die ehrwürdige Weise Muniya. Eine verschrobene, sehr alte Elfendame, die Aladriels Schicksal ein wenig auf die Sprünge hilft. Was mir bei den anderen Figuren gefehlt hat, kommt sicher noch in den Folgebänden zum Vorschein, schließlich war das ja erst der Auftakt der Geschichte.
MEIN FAZIT
Eine gute Geschichte mit Luft nach oben. Bekommt jetzt keinen falschen Eindruck, es lohnt sich wirklich sie zu lesen und ich bin gespannt, wie es weitergeht! In jedem Fall werde ich den Folgeband lesen. Es handelt sich definitiv um high Fantasy, es eignet sich aber schon für Jugendliche.
MEINE BEWERTUNG

Hier gibt es 3 von 5 Zahnrädchen.
Rezension vom 01.09.2014

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Das Mädchen mit dem Flammenherz von Kady Cross

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Jul 14, 2014



FAKTEN 
Das Mädchen mit dem Flammenherz von der Autorin Kady Cross ist der 2. Band rund um das ungewöhnlich starke Mädchen Finley Jayne. Der Steampunkroman ist erstmals am 13.05.2013 als Taschenbuch im Heyne Verlag erschienen. 

INHALT 
Diesmal spielt die Geschichte hauptsächlich in Amerika. Auch hier kann man sich ein Leben ohne Dampfmaschinen und Roboter unmöglich vorstellen. Kaum ist der Maschinist bezwungen, stürzt sich die außergewöhnliche Truppe um Finley in das nächste Rettungsmanöver – Jasper wurde wegen Mordverdachts nach New York verschleppt. Griffin und die anderen glauben jedoch nicht, dass er eine solche Tat begangen haben soll. Und diese Typen, die Jasper mitgenommen haben sind tatsächlich von der New Yorker Polizei? Sie reisen ihm hinterher und versuchen Licht in die Geschichte zu bringen. Wer ist das Mädchen an Jaspers Seite? Was führt dieser Dalton aus seiner Vergangenheit im Schilde? Finley begibt sich in große Gefahr um es herauszufinden! Wird sie noch erfahren, was Griffin wirklich für sie empfindet und ist Jasper unschuldig? Zudem Wird Griffin im Äther bedroht… 
 
SCHREIBSTIL UND FORM 
Der Schreibstil ist wie im 1. Band in der Erzähler-Perspektive gehalten. Auch hier sind die Charaktere wieder schillernde Persönlichkeiten mit Vorzügen und Nachteilen. Kady Cross hat es erneut geschafft die Protagonisten und ihre Gedanken so wieder zu geben, dass man deren Handlungen sehr gut nachvollziehen kann. Die Beschreibung der Örtlichkeiten haben so auf mich gewirkt, als stünde ich direkt in Griffins Zimmer oder säße selbst in einer der Dampfdroschken auf den Straßen von New York City. 

CHARAKTERE 
In diesem Teil lernte man vor allem Jasper viel besser kennen. Hatte man beim 1. Teil eventuell den Wunsch mehr über den flirtenden Cowboy zu erfahren, so kam man hier voll auf seine Kosten! Als er das erste Mal auftauchte ahnte ich schon, dass da noch etwas kommen würde. Hinter dem allzeit gut gelaunten Sunny Boy steckt ein durchaus ernster Kerl mit einer bewegten Vergangenheit! Anfangs fand ich das “Liebesgeplänkel” um Finley und Griffin noch charmant. Doch in diesem Buch wurde es mir dann etwas zu viel. Es drehte sich um sich selbst und wiederholte sich, dadurch hat es für mich deutlich an Reiz verloren. Auch die doppelten Aufzählungen der Fähigkeiten von Finleys Truppe haben mich gestört. Ich finde es fraglich, ob diese Story noch genug Stoff für einen anspruchsvollen weiteren Teil liefern kann. 

MEIN FAZIT 
Das Buch kann mit dem ersten Teil nicht mithalten. Ich hatte mir ehrlich mehr davon versprochen. Es ist jedoch durchaus unterhaltsam und lesenswert. Den Kauf bereue ich keines Falls. Bei diesem Band wird lesbar deutlich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Schade ist, dass dieses Buch nicht (wie sein Vorgänger) als Hardcover erschienen ist. 

MEINE BEWERTUNG 
Hier gibt es 3 von 5 Zahnrädchen. 
Rezension vom 26.01.2014

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Das Auge des Golem von Jonathan Stroud

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Jul 6, 2014


FAKTEN 
Das Auge des Golem ist der 2. Band der Bartimäus Reihe von Jonathan Stroud. Er ist im cbj Verlag erschienen. 


INHALT 
Armer Bartimäus! Der Dämon muss dem neu aufgestiegenen Nathanael mal wieder zu Diensten sein. Denn dieser wurde mit einer großen Aufgabe betreut: Der Widerstandsbewegung muss das Handwerk gelegt werden! Alleine ist das natürlich nicht zu schaffen, schon geht es kopfüber in das nächste Abenteuer… Nathanael gelingt es nicht Kitty und ihre Kumpanen zu schnappen. Ein Golem taucht aus dem Nichts auf, Gladstones Zauberstab wurde gestohlen und ein irres Skelett macht London unsicher!
Und ohne Bartimäus geht erneut gar nichts… 


SCHREIBSTIL UND FORM 
Das Buch spielt im Hier und Jetzt in der Londoner City. Der Autor ist seinem Schreibstil treu geblieben und hat auch in diesem Buch den schönen Perspektivenwechsel der drei Hauptprotagonisten beibehalten. Die Charaktere sind gut beschrieben und die Geschichte ist flüssig zu lesen und in sich schlüssig. Mich haben jedoch diese enormen Fußnoten gestört, man hätte diese auch ohne weiteres in die Erzählungen von Bartimäus einbauen können. Hier geht es wahrscheinlich vielen Lesern wie mir: Es entgeht ihnen viel Hintergrundwissen zu der Story, da das Lesen der Fußnoten wirklich umständlich ist! Das Ende ist für mein Empfinden etwas zu glimpflich verlaufen, das ist jedoch sicher Geschmackssache. Jonathan Stroud zeigt in seinen Büchern mal eine erfrischend andere Perspektive der Magier und Dämonen. Er hat eine tolle Art Humor, die mich persönlich oft zum Schmunzeln gebracht hat! Leider hat das Buch immer mal wieder ein paar kleine Längen. Der Lesespaß bleibt jedoch erhalten. 
MEIN FAZIT 
Ein humorvolles Buch mit einer tollen Story und gut ausgearbeiteten Charakteren. Sieht man von ein paar Längen und den ständigen Fußnoten ab, steht einer schönen Lesezeit Nichts im Wege! Ich würde es doch eher Erwachsenen empfehlen, ich halte es nicht für ein Jugendbuch. Der dritte Teil wird auf jeden Fall auch in meinem Bücherregal landen, bleibt das Ende des 2. Teils doch eher offen. 
MEINE BEWERTUNG 
Hier gibt es 3 von 5 Zahnrädchen
Rezension vom 27.11.2013

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