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An all die Leseverrückten, die gern ein Buch lesen wollen, dass von Ironie, Sarkasmus und dennoch vom Ernst des Lebens – oder Sterbens – handelt? Ihr seid HIER genau richtig. Denn am Samstag, den 24.11.2018 hat das Print zu Veronika CarversGeliebter Gevatter Tod” unter dem Banner des Tagträumer Verlages das Licht der Welt erblickt!!

Hier bitte einmal passen zum Thema den Trauermarsch von Frederic Chopin vorstellen 😉

 

Wer vorab gern wissen möchte, wie ich das Buch finde, der darf gern meine Rezension dazu lesen *bitte hier klicken*

 

Um Euch auf diese geniale Lektüre ein wenig einzustimmen, habe ich (natürlich mit Erlaubnis der Autorin) eine kleine Fanfiction dazu geschrieben.


 

Was wäre, wenn ich den Tod getroffen hätte …

– eine Fanfiction von Teja Ciolczyk –

 

Ihr kennt das: Man schlendert gemütlich durch die City, kauft sich ein Eis, nimmt sich einen Keks – am Arsch! (Um ein Filmzitat ein wenig abzuwandeln)

Gemütliche Nachmittage, gemeinsames Lachen, Spaß – ich kotz gleich. Ernsthaft! Das Leben ist scheiße, ich habe keinen Bock drauf und Menschen sind doof. Japp – ALLE!

Ihr werdet es mir also nachsehen, wenn ich Euch nicht gleich zu Beginn Puder auf den Allerwertesten patsche. Und wenn nicht, mir egal. Hat Euch ja keiner gezwungen den Mist zu lesen, den ich hier verzapfe.

Außer natürlich … sicher, was frage ich überhaupt. Ihr gehört zu der neugierigen Sorte, habe ich recht? Alle Menschen tun das. Angeblich ist es uns angeboren, zumindest hat klein Hoodie das behauptet – kurz bevor er mich hier …

Jetzt wollt Ihr wissen, wer Hoodie ist? Japp, könnt Ihr haben. Kennt Ihr den Kauz mit der Sense und dem schwarzen „Ich-hasse-Farbe-Guck-nicht-so-du-musst-jetzt-eh-sterben“-Outfit? Bingo! Der ist Hoodie. Kommt schon, Leute. Ich kann ihn schlecht Tod nennen. Wie affig wäre das bitte? Jeder, der mir gehörig auf die Nerven geht, hat sich einen Spitznamen verdient. Zugegeben, er hasst ihn. Darum mag ich ihn umso mehr. Und ja, an dieser Stelle könnte ich einen Smiley verwenden – aber ich hasse Smileys – ALLE!

Nun, da Ihr diesen wahnwitzigen Blick drauf habt, der mir wahrscheinlich sagen soll, dass ich Euch vertrauen kann (wildfremden Menschen, is klar …), erzähle ich Euch halt, wie ich zu der Bekanntschaft mit seiner tödlichen Majestät kam:

Wisst Ihr, ich war nicht immer so (an dieser Stelle bitte alle ein mitleidiges Seufzen freilassen). Ich habe bunte Kleidung getragen, nahm am Leben teil und mo… Moment, ich muss das Würgen unterdrücken. Noch mal … ich m o c h t e … puh … Menschen. Wow, das war jetzt noch schwerer rauszuhauen, als gedacht. Also kurzum und ohne viel Blabla: Ich war eigentlich ein ganz normales Mädchen – ok, das klingt jetzt wie der schlechte Beginn eines kitschigen Fantasy-Romans. Ach wisst Ihr was? Scheiß drauf – ist schließlich meine Story. Da müsst Ihr jetzt also durch.

Die Welt war schön, der Himmel blau usw. usw. usw. …

Jedenfalls laufe ich abends von einer Party heim. Und- sag mal, was glotzt Ihr denn jetzt so doof? Was habt Ihr an „Ich war eigentlich normal“ nicht verstanden? Ein schottisches Weideschaf hat mehr … lassen wir das.

Und jetzt kommt der Knüller, der das Klischee-Fass zum Überlaufen bringt. Mein Heimweg führte über einen … na, kommt Ihr drauf? Genau: Mein Weg führte mich über einen Friedhof. Angst hatte ich da keine, ich liebte Horrorfilme schon damals. Hab die zitternden Wracks nach den Filmen nie verstanden, die mit zerstörten Psychen aus den Kinos kamen.

Jedenfalls steht da Hoodie – vor einem leeren Grab. Ich also zu ihm hin.

„Na, suchst Du wen? Weggelaufen ist er kaum.“, mit einem Grinsen im Gesicht schaue ich also den Kerl an und alles, was ich da zu sehen bekomme, ist erst mal eine mega Kapuze. So richtig dunkel und geheimnisvoll, so auf Drohung und komm-mir-nicht-zu-nah. Ihr könnt Euch denken, dass ich da nicht locker gelassen habe. Die Sache mit der Neugier hat mich leider ebenso im Griff, wie den Rest der vermurksten Menschheit.

Es ist müßig zu erwähnen, dass ich von Hoodie keine Antwort bekommen habe, oder? Jedenfalls will ich ihm gerade auf die Schulter klopfen und gehen, da packt er mitten in der Bewegung mein Handgelenk und hält mich auf recht schmerzhafte Weise davon ab, die Geste auszuführen.

„Du hast mich warten lassen, Unpünktlichkeit passt nicht in mein Tätigkeitsfeld. Ich habe Termine.“

„So, hast Du? Und warum verplemperst du deine ach so wertvolle Zeit dann vor einem leeren Grab, Hoodie?“, ich stemme meine rechte Hand auf meine Hüfte und schaue ihn abwartend an. Vielleicht hat das gezogen, vielleicht hatte Hoodie auch einfach Lust mir zu antworten. Bei ihm ist man da nie sicher.

Jedenfalls lässt er sein Gesicht im Dunkeln, doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass er trotz allem eine Augenbraue hochzieht, während er meine Frage beantwortet. „Weißt Du, es sollte eigentlich Dein Grab sein. Das Auto eben, dass dich fast erwischt hätte? Sagen wir es so, es hätte dich töten sollen. Aber der Boss hat scheinbar andere Pläne für Dich. Weiß er allein, was er mit Dir will. Für mich bist Du ebenso verwunderlich wie alle Menschen. Nicht mehr, nicht weniger. Aber ich zweifle nicht, ich führe Anweisungen aus.“

Seine Monotone und gefühlsneutrale Stimme jagt mir dann doch einen kurzen Schauer über den Rücken. Aber einen sehr Kurzen. Ich fange mich schnell wieder.

„Der Big Boss, ja? Gut, dann lass mal hören. Hoodie, jetzt hast Du mich an der Angel“, interessiert hocke ich mich auf einen der umstehenden Grabsteine und schlage lässig die Beine übereinander.

Ok … vergesst das mit dem normal. Offenbar tickte ich schon damals etwas anders.

„Oh, ich weiß. Du hast mächtigen Bockmist gebaut und ich darf jetzt den Dreck für dich aufräumen und den Mist übernehmen, stimmt’s? Oder Du bist zu alt für den Scheiß und brauchst mich zur Unterstützung, so für die Drecksarbeit? Oder … nee, das ist zu freaky, das kann ich nicht laut sagen!“, belustigt hebe ich mehrmals die Augenbrauen. Doch Hoodie hat die Anspielung nicht verstanden – oder ignoriert – wer weiß das schon.

„Nein.“

„Wie, nein. Mehr hast Du nicht zu sagen?“ Um meiner Verärgerung Ausdruck zu verleihen, verschränke ich die Arme und schiebe die Unterlippe vor. Bei Männern hilft das ja eigentlich – aber Hoodie. Ist der Tod eigentlich echt ein Kerl? Ich kann das immer noch nicht genau sagen – crazy, wenn Ihr mich fragt. Manchmal schweife ich ab, wahrscheinlich merkt man das gar nicht. Aber ja, ich kann gut daneben quatschen …

„Man nennt mich nicht Hoodie. Man gibt mir keine Spitznamen.“

„Jetzt hast Du aber einen! Lass mich mal überlegen-„

„Du sollst was ansehen und dem Boss sagen, was darüber denkst. Du gehörst zur Zielgruppe“, unterbricht er mich und es geht ein kleiner Ruck durch seinen Körper. Erst da bemerke ich, dass der Kerl eine Art Kutte trägt, denn sie beginnt ein wenig im Wind zu flattern. Geiles Outfit, das muss man ihm lassen.

„Sieh mich nicht so an, es ist Deine Vorstellung, die mich so in Erscheinung treten lässt. Ein jeder stellt sich meine Figur anders vor.“ Nun kann ich auch eine Spur Unbehagen aus seiner Stimme raushören. Doch nicht 100 % unantastbar – ha!

„Ja, schon gut. Ich bin ein Freak – das weiß ich schon. Spuck erst mal aus, worum es geht. Was soll ich mir anschauen? Weil, ich bin zwar schräg drauf, aber ich hab keinen Bock auf irgendwelche Pornos, oder so. Ich-“, mit einer unwirschen Geste bringt er mich zum Schweigen.

„Folge mir einfach“, spricht er und legt mir die Hand auf die Stirn. Ich will eben protestieren, da haut es mich auch schon aus den Latschen.

Eine irre Nummer, das kann ich Euch sagen. Ein Strudel, bunte Farben, Übelkeit – fast wie ein Trip auf schlechten Pillen. In jedem Fall krass – und cool!

„Alter, wo sind wir hier? Was ist das alles?“, verwirrt drehe ich mich um mich selbst. Ein Raum, etwa 15 qm groß. Überall hängen Monitore, die das einzige Licht hier spenden. Ok, eigentlich sind nur drei Wände voll. Die sind dafür beschriftet – wie ordentlich …

Ich gehe näher hin und lese „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

„Ok, was ist das alles?“, nun schleichen sich Misstrauen und Angst bei mir ein. Ich bin ja nicht leicht zu erschüttern, aber das legt meinen Verstand lahm. Ich meine der Wahnsinnstrip, Hoodie, die Nummer mit den Bildschirmen – ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber für mich war das der richtige Moment für Panik.

Da wir gerade von Hoodie sprechen, der ist weg. Und um ein weiteres Klischee aus der tiefen und großen Kiste zu ziehen (der Kerl steht offenbar auf Drama), kommt seine Stimme von überall in einem Echo: „Sieh zu und bewerte. Morgen hole ich Dich zurück.“

Das war es, für inzwischen mehr als 24 Stunden höre ich von diesem Mistkerl nicht ein Wort – kein Lebenszeichen. Geht das beim Tod überhaupt, ein Lebenszeichen von sich geben? Schon paradox, oder?

Nachdem ich ein wenig geweint, meine Fingernägel an den Wänden blutig gekratzt und mir die Seele aus dem Leib geschrien habe, um Hilfe zu bekommen, saß ich also die nächsten 23 Stunden und 45 Minuten vor diesen Monitoren.

Was ich gesehen habe? Nun ja, all das, was mich zu meinem heutigen Ich gemacht hat. Mord, Leid, Intrigen, Grausamkeit – eben alles, was uns Menschen so ausmacht. Und manchmal, ganz selten, da gab es einen kleinen Lichtblick. Für 30 Sekunden etwas Schönes. Ganz so, als ob es mich davor bewahren sollte vollkommen durchzudrehen. Ob es gewirkt hat? Ich denke nicht. Ich meine, hört Ihr mir eigentlich zu? Ich quatsche von Hoodie, dem Boss, ‘nem Trip und einer voll abgefahrenen Psychonummer vor Monitoren. Wenn Ihr noch Hoffnung für mich habt, dann seid IHR die Bekloppten, ernsthaft.

Jedenfalls sitze ich jetzt hier vor den Monitoren, die seit einer Stunde ausgeschaltet sind und warte. Auf was oder wen, ich weiß es nicht. Auf den Boss, schätze ich. Jedenfalls hätte ich auf diese Begegnung mit dem Tod verzichten können. Mir wäre da so was Endgültiges fast lieber gewesen.

Mein Fazit? Menschen sind scheiße – zumindest fast alle. Obwohl, nein. Alle. Und, was noch viel wichtiger ist: Haltet Euch von Männern in riesen mega schwarzen Kapuzenmänteln fern. Die sind nicht mehr ganz sauber.

Sollte ich jemals wieder hier rauskommen, dann erzähle ich Euch, was noch so passiert ist. Wenn ich Bock habe und Hoodie Wort hält.

Und nun, schaut zu, dass Ihr wegkommt. Ihr nervt.


 

Japp, so kann es gehen. Fernsehen ist also doch nicht immer so toll … 😉

Um wieder zu etwas Erfreulicherem zu kommen, hier das Gewinnspiel!


Alles Liebe
Eure Gwynny

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