Die Highlanderin – Eva Fellner

Der Mönch sprach ein Gebet und ließ sich vom Wächter aus meiner Zelle führen.
Ich bekam einen Kloß im Hals.
Wenn es also der König nicht schaffte,
dann würde mich die Kirche ins Grab bringen.
Wie hatte Isaak immer gesagt?
„Kein Gott der Welt kann gegen die Dummheit der Menschen etwas ausrichten. Inshallah …“

Aus Die Highlanderin von Eva Fellner

Die Highlanderin

FAKTEN

Das Buch Die Highlanderin von Eva Fellner ist im Mai 2021 im atb Verlag erschienen. Es ist als eBook und Taschenbuch erhältlich. Bisher handelt es sich um einen Einzelband, es ist jedoch ein weiterer Band mit dem Titel Der Weg der Highlanderin für Oktober angekündigt.

 

KURZMEINUNG

Ein historischer Roman mit Schwächen, insgesamt jedoch unterhaltsam.

 

KLAPPENTEXT

Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand.
Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance.
Die hochspannende Geschichte einer unvergesslichen Heldin inmitten der schottischen Highlands.

 

SCHREIBSTIL & CHARAKTERE

Die Autorin hat ein Händchen für die Beschreibungen der Umgebung. Auch manche Charaktere hat sie sehr gekonnt gezeichnet.
Enja zum Beispiel war präsent als Protagonistin, aber ich bekam einfach kein Bild von ihr. Wie sie gekleidet war, konnte ich greifen, doch ich konnte ihr kein Gesicht zuordnen. James hingegen und auch Hal hat man sofort vor Augen. Das ist schade, da es ja hauptsächlich um sie geht. Leider war sie in ihren Handlungen auch ein wenig unstet. Von der kontrollierten Assassinin zur unbeherrschten Frau, die sich damit richtig in Schwierigkeiten bringt – das passt für mich nicht ganz zusammen. Denn eine Ausbildung, wie Enja sie genossen hat, geht in Fleisch und Blut über.

Mich haben auch ein wenig die Rückblenden irritiert und immer aus dem Lesefluss gerissen. Ich hätte ihre Geschichte schlicht von Beginn an erzählt und darauf aufgebaut besser gefunden. Ich verstehe natürlich, dass diese Rückblenden zum einen die Spannung besser aufbauen, wenn sie an die richtige Stelle gesetzt werden, und zum anderen manches erst nach und nach entdeckt werden kann. Es hat also seine Berechtigung und vermutlich gefällt es auch vielen Lesern so sehr gut. Mir hat es jedoch die eben erst aufgebaute Stimmung zerstört – dabei hat die Autorin es ja immer wieder geschafft, die Atmosphäre greifbar zu machen. Doch für das richtig fesselnde Lesegefühl hat es dann leider doch nicht gereicht. Bedauerlich, denn das ist mir sehr wichtig.

Der Schreibstil an sich war jedoch gut zu lesen und insgesamt wurde ich unterhalten.

 

MEIN FAZIT

Die Highlanderin kommt zwar mit einigen Schwächen daher, kann jedoch insgesamt unterhalten. Für das Herzblut der Autorin, das Potenzial der Geschichte und mich als Leserin hätte ich mir einfach mehr gewünscht.

 

MEINE BEWERTUNG

Hier gibt es 2 von 5 Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 11.09.2021


 

Buchempfehlung

Ihr sucht historische Romane, die in Schottland spielen? 
Dann ist dieser hier vielleicht genau richtig für Euch:

Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

Um zu meiner Rezension zu diesem Buch zu kommen, klickt auf das Bild.


 

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GWYNNY (Teja)

Buchverrückte mit tiefer Leidenschaft für das geschriebene Wort.

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