Alles unter der Sonne hat seine Zeit …

Aus „Die Melodie der Schatten“ von Maria W. Peter

 

 

Der historische Schottland-Roman „Die Melodie der Schatten“ von Maria W. Peter ist erstmals im Oktober 2018 unter dem Banner von Bastei Lübbe erschienen. Es ist als Taschenbuch und eBook erhältlich. Es handelt sich um einen in sich abgeschlossenen Einzelband.

 

Düster, schaurig, wild und rau. Ein historischer Roman vor der unglaublich schönen Kulisse der Highlands des frühen 19. Jahrhunderts wartet mit Charaktertiefe und fesselnder Spannung auf!

 

“Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands. Ein Land, das von Tränen und Blut getränkt ist.”

Schottland, 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschöpfung schlägt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das alte Gemäuer. Nachts quälen sie dunkle Traumbilder und seltsame Geräusche: Schritte, Stimmen, eine wiederkehrende Melodie. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Haus, seit die gälischen Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder ist Fiona dabei, den Verstand zu verlieren?

Eine junge Frau auf der Flucht, ein Landstrich voller Mythen und Legenden und ein geheimnisumwobenes Herrenhaus. Ein historischer Roman in der Tradition der Schauerliteratur – unheimlich packend und atmosphärisch.

 

Das hier ist mein erstes Buch von Maria W. Peter. Klappentext und Titel hatten mich gleich angesprochen. Doch bei historischen Romanen ist es immer ein wenig gefährlich für mich. Oft ergehen sie sich in Kitsch oder der bloßen Fehde zweier Kontrahenten. Sicher gibt es auch viele Gute, doch ich habe da schon öfter kein gutes Händchen bewiesen ^^

„Die Melodie der Schatten“ hat sich jedoch als echtes Schmuckstück herausgestellt. Von den ersten Seiten an hat mich diese Geschichte gefesselt. Ich liebe die Highlands, ihre wilde Art und die Sagen aus diesem Teil der Erde. Und all das hat die Autorin hergenommen und mit tiefen Charakteren und einer unglaublichen Atmosphäre ausgestattet. Es ist unheimlich, düster, gespickt von wilden Spekulationen, Befürchtungen und grausamen Wahrheiten.

Liest man ein wenig zwischen den Zeilen, so bekommt man viel von der Geschichte der Highlands mit auf den Weg. Wie viel Schrecken und Leid der vermeintliche Fortschritt für die dort lebenden Menschen brachte. Die Geschichte erzählt von zwei leidenden Seelen und deckt dabei so viele weitere auf, dass ich zum Teil wirklich schlucken musste.

Mit Ayden und Fiona hat Maria W. Peter zwei Protagonisten geschaffen, die in ihrer Lebendigkeit dafür gesorgt haben, dass ich mitten im Geschehen befunden habe. Sie konnten mich trotz der grausamen Realität in den Bann ihrer Geschichte ziehen und dort festhalten. Die Art der Autorin erlaubte es mir mich gleichermaßen in ihrer Story zu verlieren, wie mir Gedanken über die wahren Aspekte zu machen. Ein echter Spagat, der nur wenigen gelingt.

 

Eine wundervolle Story, die in ihrer düsteren, unheimlichen und rauen Atmosphäre auch mit Sanftheit, Wahrheit und Sensibilität aufwarten kann. Das alles vor der Kulisse der Highlands aus dem frühen 19. Jahrhundert – ein außerordentliches Lesevergnügen!

 

©Teja Ciolczyk, 13.04.2019


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2 Kommentare

  1. Literaturgarten

    16. April 2019 at 19:46

    Hallo Gwynnys, Deine Rezension ist wunderschön und sagt genau das aus, was ich auch beim HÖREN des Hörbuches empfunden habe. Es wau unglaublich spannend vorgelesen und hat mich sehr gut während einer schweren Zeit für mich abgelenkt. Ich hatte mir das Sprunggelenk gebrochen – bin jetzt aber auf dem Weg der Besserung!
    Herzlich
    Angela vom Literaturgarten

    Antworten
    • Gwynny

      16. April 2019 at 20:23

      Hallo Angela,

      lieben Dank für die freundlichen Worte! 🙂
      Ich wünsche Dir eine rasche und vollständige Genesung!

      LG Teja

      Antworten

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