KIDS-Rezension – Eltern und Kinder lesen gemeinsam.

»Wohin will er ihn bringen«, flüsterte sie.
»Was soll ich jetzt machen?«
Sie rüttelte an der Tür, immer wieder,
schluchzend, und dann – ganz plötzlich und
viel schneller als sonst – verblasste der Schnee
und wich die Kälte.

Aus Agalstra von Anna Herzog

Agalstra mit Hintergrund

ÜBER DAS BUCH

Agalstra von Anna Herzog ist im Juni 2018 im Coppenrath Verlag erschienen. Es handelt sich um einen abgeschlossenen Einzelband, der als eBook und gebundenes Buch erhältlich ist. Genauere Informationen für die Eltern folgen, wie immer, am Schluss. 😊

 

MEINE MEINUNG KURZ ZUSAMMENGEFASST

Ein wirklich gruselige und düstere Geschichte, die in Atem hält.

 

DARUM GEHT ES IN DIESEM BUCH ( Mein Klappentext)

Merle hat ja so überhaupt gar keine Lust auf den Theaterkurs mit ihrem kleinen Bruder Felix. Doch sie findet es richtig cool, dass es in der Burg stattfindet, auf die sogar schon ihre Mama herumgeklettert ist.
Nur dem furchteinflößenden Grafen, der dort wohnt, will sie lieber nicht begegnen.
Dann kommt noch hinzu, dass sie sich das Zimmer mit zwei überaus gemeinen und unangenehmen Mädels teilen muss …
Zum Glück freunden sie und ihr Bruder sich mit zwei Jungs an, dem tollpatschigen, aber liebenswerten Jannis – und Wladimir. Er scheint nett, doch wirkt er manchmal furchteinflößend und düster. Merle kann ihn nicht einschätzen und am Ende wird ihr sogar angst und bange. Doch wirklich vor ihm, oder gibt es einen ganz anderen Grund?
Was hat die Sage mit der Hexe damit zu tun, warum sind ihre Theaterproben immer so seltsam? Und warum wird ihr immer so kalt, sobald sie dem unheimlichen Grafen begegnet?

 

SO HAT MIR DAS BUCHGEFALLEN

Da der Klappentext auf dem Buch schon ein bisschen gruselig klingt, habe ich Agalstra erst einmal ohne meinen (7 Jahre alten) Sohn gelesen. Ich muss ja erst mal wissen, wie sehr wir beim gemeinsamen Lesen zittern werden. ^^

Ich muss sagen, es war wirklich sehr gruselig. Auch mich als Mama hat es geschaudert und es war außerordentlich spannend! Der Verlag empfiehlt ein Lesealter von 10-12 Jahren. Ich denke, das haben sie sehr gut gemacht.

Ich kenne meinen Junior, den erschreckt so leicht gar nichts, der mag solche Geschichten. Aber wenn ihr ein wenig ängstlich seid, wartet vielleicht lieber, bis ihr wirklich 10 Jahre alt seid. 😉

Jedenfalls ist es sehr spannend geschrieben. Sobald die Kids in der Geschichte proben, fühlt sich das Lesen gleich anders an und man ist mitten in einer geheimnisvollen Geschichte – dem Theaterstück der vier Freunde. Aber was ist denn nun so gruselig und warum ist das Buch so spannend? Tja, das kann ich Euch leider nicht verraten. Doch in dieser Burg stecken mehr Geheimnisse und Rätsel, als man auf den ersten Blick glauben mag! 😉

Und ihr lernt gleich ein wenig altertümliche Sprache. Die kommt immer zum Einsatz, wenn die Kinder an ihrem Stück arbeiten. Sehr cool. Sonst ist alles leicht verständlich und einfach zu lesen. Darum muss man sich also gar keine Sorgen machen.

Ein tolles Buch, das ich sehr schnell ausgelesen habe. Und mein Sohn ist schon Feuer und Flamme dafür, vielleicht lese ich es ihm noch vor, das überlege ich mir noch. ^^

 

SO VIELE ZAHNRÄDCHEN BEKOMMT DAS BUCH

©Teja Ciolczyk, 19.11.2020

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FÜR DIE ELTERN

Liebe Eltern,
das angegebene Lesealter sollte in den meisten Fällen eingehalten werden. Das Buch ist von der Atmosphäre her sehr düster und auch das Theaterstück der Kinder ist. Es wird sehr spannend und es hat mich auch gegruselt. Und das mit 36 Jahren.
Die Mutter der Kinder ist verstorben und das wird auch thematisiert. Merle trauert ab und an oder schluckt einen dicken Kloß hinunter, der sich bildet, sobald sie an ihre Mutter denkt. Wladimirs Eltern sind politische Inhaftierte in Russland – auch das sollte erwähnt werden.
Zudem nimmt Merle ihren kleinen Bruder mit in verbotene Gebiete um die Burg und zwingt ihn beinahe, an diesem Theaterstück teilzunehmen, dass die Kinder deutlich verändert. Er hat Angst und will aufhören, sie lassen ihn aber nicht.
Ihr selbst könnt am besten einschätzen, ob Euch das stört oder ihr es als Teil der Geschichte akzeptiert. Immerhin ist sie fiktiv, das darf man nicht vergessen.

In diesem Fall empfehle ich, dass Ihr das Buch vorablest, ehe ihr es vorlest oder verschenkt. Im Zweifel gilt jedoch stets: Ihr kennt Eure Kinder am besten. 😉


Über die Autorin:
Anna Herzog lebt mit Mann, vier Kindern, einer wechselnden Tierschar und einem Kletterkastanienbaum in einem alten Haus im Ruhrgebiet. Eigentlich arbeitet sie als Ärztin, wenn sie nicht gerade schreibt. Und wenn sie Zeit hat, träumt sie sich auf ein Segelboot. Am liebsten mitten auf dem Meer.


 

Buchempfehlung

Ihr sucht mehr Bücher wie Agalstra? Dann ist dieses hier vielleicht genau richtig für Euch:
Das Geheimnis von Hester Hill von Christina Ohlsson

Klickt auf das Bild und Ihr kommt zu meiner Rezension zu diesem Buch
hier auf meinem Blog.


 

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2 Kommentare

  1. Aleshanee

    26. November 2020 at 7:12

    Schönen guten Morgen!

    Das Buch hatte ich schonmal im Auge – allerdings hatten mich die Bewertungen etwas abgeschreckt, viele sind ja nicht so begeistert davon … jetzt weiß ich auch nicht so recht *lach*
    Gruselig mag ich sehr und es klingt ja, als wäre es tatsächlich Gänsehaut auslösend. Aber ich merke immer wieder, dass das, was andere gruslig finden, für mich nicht zutrifft. Vielleicht geb ich der Geschichte trotzdem eine Chance, werds mir nochmal überlegen 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

    Antworten
    • Gwynny

      30. November 2020 at 11:28

      Es hinterlässt einen schalen Geschmack, wenn man betrachtet, wie die Protagonistin mit ihrem Bruder umgeht.
      Und ich finde es für das Alter sehr düster. Doch insgesamt hat es mir gefallen.
      LG Teja

      Antworten

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