Werbung und Rezensionen

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Feb 26, 2015

Hallo Ihr Lieben Leserchen da draußen!

Heute wende ich mich mal an Euch mit einem Thema, dass mich doch in letzter Zeit sehr beschäftigt. Ok, eigentlich sind es sogar gleich zwei. 🙂 Ich wünsche mir von Euch eine rege Teilnahme mit Kommentaren und Eurer persönlichen (nett formulierten) Meinung, die Autoren wie uns Rezensenten eine große Hilfe sein können – Produktivität, das wäre wirklich super!
Zuerst möchte ich über Autoren und Ihre Werbung sprechen. Insbesondere bei Facebook, aber auch bei Lovelybooks und anderen Portalen. Meine Timeline lässt ja ohnehin nicht mehr viel Platz für etwas anderes als die Welt rund um das geschriebene Wort. Aber es ist mir doch aufgefallen, dass wirklich viel Werbung darunter ist. Autoren preisen ihre Werke an, posten die Preisvergünstigungen, weil bald etwas Neues veröffentlicht wird usw. Dann gibt es ja noch die passive Werbung in Form von „Welches Cover findet Ihr schöner“, „Was sagt Ihr zu den neuen Lesezeichen“ und dergleichen mehr. Der Kreativität sind da ja keine Grenzen gesetzt. 🙂
Ich persönlich verstehe gerade die Self-Publisher gut, dass Sie jede Gelegenheit nutzen um ihre Arbeit an den Mann/die Frau zu bringen. Sie haben es ja schwer genug auf dem Markt neben all den Verlagen. Doch wo ist die Grenze zwischen Erhaltung/ Bekanntwerden und übertriebener Propaganda? Also mich als Leserin schreckt zu viel Werbung in gefühlt allen Gruppen, bei denen ich dabei sein darf, eher ab. Bin ich genervt davon, dann kaufe ich das Buch erst recht nicht – schon fast aus Trotz. Wird gefragt welches Cover schöner ist, gehöre ich selbst zu den Menschen, die fein kommentieren. Es gibt also auch Marketing, das den Leser mit einbezieht und ihm das Gefühl gibt ein Teil des Prozesses zu sein. Eine durchaus positive Geschichte, wie ich finde. Ihr seht also, der Grat zwischen sinnvoll und übertrieben kann sehr schmal sein. Manchmal will ich nicht in der Haut unserer lieben Autoren stecken, denn es ist nicht einfach zielorientiert und Leser gewinnend zu werben. 
Wie ist das bei Euch? Wann wird Euch Werbung zu viel, wann findet Ihr sie nützlich und notwendig. Wie sollte Eurer Meinung nach gute Werbung aussehen – also Häufigkeit, Inhalt usw. 
Dann kommen wir zu meinem zweiten „Sorgenkind“. Die Rezension. Segen oder Fluch? Beides? Vor allem interessiert mich das Verhalten der Autoren, wenn man ihre Bücher bewertet. Aber zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf, eins nach dem anderen 🙂
Ich selbst schreibe ja (zumindest sagte man mir das) sehr lange und ausführliche Rezensionen. Ich brauche das, um all meine Emotionen und Gedanken zu den Büchern verpacken zu können. Ich habe jedoch schon oft gelesen, dass solch lange Rezis die Leser abschrecken. Dabei finde ich gerade Rezensionen, die mir einen umfangreichen Überblick liefern, besonders schön. Mit einem kurzen Satz wie „Gutes Buch, hab es gern gelesen“ kann ich nicht viel anfangen. Ich weiß ja nicht was der Rezensent gut fand. Ob mich nicht genau das abhalten würde zu kaufen, vielleicht ist es ein anderes Genre als erwartet?
Was muss für Euch eine gute Rezension beinhalten, was ist überflüssig? Lieber kurz und knackig, oder ausführlich? Immer her mit Euren Meinungen! 🙂
Und nun zu der Frage, was haben Autoren von Rezensionen und wie sollten sie sich verhalten, wenn sie welche bekommen? Egal ob positiv oder negativ.
Also eine Rezension kann ja, ganz gleich wie gut und treffend formuliert, gut wie schlecht für die Autoren sein. Jemand der sich das Buch vielleicht gekauft hätte legt es beiseite, weil er aus der Rezi entnimmt, dass es nichts für ihn ist. Obwohl es eine Rezi mit 5 Sternen war! Andersherum gibt es eine 1-Sterne Rezension, die mich oder Euch dazu bringt das Buch zu kaufen. Schon allein weil wir wissen wollen, ob das Buch eine solch schlechte Bewertung verdient hat. Das ist ein Dilemma. In meinen Augen gibt es da keine klare Linie. Kein „Rezensionen sind gut“ oder „Rezensionen sind schlecht“ Wie ihr selbst seht, oder bestimmt schon wusstet, kann sie sich ganz verschieden auswirken und dem Autoren eben Segen und Fluch zugleich sein 🙂
Wie seht Ihr das Ganze?
Weil ich es selbst schon so oft gelesen habe, muss ich auch diesen Gedankengang mit Euch teilen/diskutieren 😉
Wie sollte sich ein Autor im Idealfall verhalten wenn er eine Rezension erhält? Ich persönlich finde, dass es nett ist ein Danke für eine gute Rezi zu bekommen, allerdings nur, wenn man das Danke dann auch bei einer nicht so guten Bewertung bekommt. Denn schließlich kann mir nicht jedes Buch gefallen. Und auch wenn der Autor meine Argumentation für eine eher negative Bewertung vielleicht nicht nachvollziehen kann, so erscheint sie mir doch logisch und beruht ja auf der Wahrheit, erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen. Ich finde es schlimm, wenn man dann als Rezensent verrissen wird als neidisch, unfähig oder missgünstig. Natürlich sollte man nie jemandem eins auswischen und deshalb negativ bewerten, aber das versteht sich doch von allein. Man empfindet doch so eine Beschwerde der Autoren eher als schade, sie schreckt den Leser ab. Mich zumindest. Auch ein J. R. R. Tolkien hat nicht nur 5 Sterne bekommen! 🙂 Und bevor Stimmen laut werden, es gibt da immer Ausnahmen und berechtigte Sonderfälle 😉
Nun interessiert mich aber auch brennend, was Ihr dazu zu sagen habt!
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