Der Legende nach handelt es sich
um von der Hölle ausgesandte Dämonen,
die nach Seelen suchen,
auf die der Teufel Anspruch erhebt.
Allen, denen sie begegnen,
bringen sie Unheil.

Aus „Sieben Pfeifer“ von Amber Benson und Christopher Golden

 

Das Buch „Sieben Pfeifer“ wurde von Amber Benson, bekannt aus Buffy – Im Bann der Dämonen, und Christopher Golden, bekannt aus der gemeinsamen Reihe Ghosts of Albion geschrieben. Es ist im Buchheim Verlag erschienen und als Hardcover und eBook erhältlich. Es handelt sich um einen in sich abgeschlossenen Einzelband mit einer Länge von 168 Seiten.

 

Dark Fantasy der gelungenen Art: solide, ein wenig gruselig, nicht zu überladen.

 

In alten Legenden heißt es, man höre in stürmischen Nächten manchmal ein seltsames Pfeifen, gefolgt vom Erscheinen riesiger schwarzer Hunde. Aber dies sind keine gewöhnlichen Kreaturen, sondern dämonische Wesen, entfesselt von der wilden Jagd auf verlorene Seelen. Nur selten sieht man mehr als einen von ihnen zur selben Zeit, doch wenn alle sieben gemeinsam erscheinen sollten, sei das Ende der Welt gekommen.

In der malerischen Stadt Kingsbury mitten in Vermont betrauert Rose Kerrigan den Tod ihres Großvaters, eines liebenswürdigen, aber seltsamen alten Mannes. Schon bald wird sie von der Legende der Sieben Pfeifer erfahren, denn die gespenstischen Hunde sind nach Kingsbury gekommen und jagen eine Seele, die man vor ihnen verborgen hat. Zuerst ist es nur einer, doch es werden mehr, je länger sie nicht finden, wonach sie suchen.

Und wenn alle sieben Dämonen zusammenkommen …

 

Im Frühjahr auf der LBM hat mich das Cover angezogen – nachdem sogar meine beste Freundin das Buch gekauft hat, gab es schließlich kein Halten mehr und es durfte aus Leipzig mit nach Hause kommen ^^ Die Erwartung lag bei ein wenig Nervenkitzel, einem schönen Gruselfaktor und der Behandlung einer Legende, wie ich sie mag. (Bin ja auch ein absoluter Supernatural Fan )

Und genau das habe ich auch bekommen – eine solide Dark Fantasy, die auf ihren wenigen Seiten erstaunlich viel Tiefe für die Emotionen der Charaktere zugelassen hat. Auch wirkte es bodenständig, realitätsnah – sofern man das bei Fantasy sagen kann. Hinzu kam eine wundervoll bildgebende Beschreibung mit kleinen Details, die für ein abgerundetes Lese-Erlebnis gesorgt haben. Ich hätte mich gern noch ein wenig mehr gegruselt, aber wir befinden uns ja nicht im Horror-Sektor Darum habe ich mir gleich noch Der Fährmann von Christopher Golden bestellt – die Erwartungen sind hoch, ich bin gespannt!

Die Protagonistin, Rose, stammt aus eigentlich ziemlich seltsamen Familienverhältnissen und sorgt schon damit für einen passenden Einstieg in die Geschichte: Ihr Großvater hat Alzheimer und lebt in einem Pflegeheim, ihre Großmutter ist eine unnahbare Frau und schmeißt Rose aus dem Zimmer ihres Grandpas. Die Eltern sind zunächst nicht anwesend … Ihre Gedankenwelt wird mir gut vermittelt und ich kann mich in sie hineinversetzen. Allerdings muss ich zugeben, dass diese Geschichte weniger von Rose als Hauptperson getragen wird. Vielmehr sind es die vielen kleinen Geschehnisse drumherum, welche die Spannung aufbauen und für den leichten Nervenkitzel sorgen.

Schade fand ich ein wenig, dass es am Ende so schnell abgehandelt war. Natürlich ist auf 168 Seiten nicht so viel Platz, aber vielleicht hätte man der Geschichte noch 10 Seiten mehr zum Atmen lassen können.

 

Gruselige Dark Fantasy, die mich gut unterhalten und mit Realitätsnähe und Tiefe für die Charaktere überrascht hat. Mit ein paar kleinen Schwächen hat sie mich davon überzeugen können, noch mehr von Christopher Golden lesen zu wollen.

 

©Teja Ciolczyk, 13.01.2019


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