« Daisy hatte sie einmal davor gewarnt,
dass es für körperliche Anziehungskraft keinen erkennbaren Grund gab.
So konnte es einem passieren, dass man unmöglicherweise plötzlich von einem kleinen,
glatzköpfigen Mann hingerissen war, der hundertzwanzig Kilo wog.
Solche Dinge sprachen das Animalische in einem Menschen an, nicht seinen Verstand. »
Aus „The Darkest London: Kuss des Feuers“ von Kristen Callihan

Das Buch „The Darkest London: Kuss des Feuers“ ist im September 2013 im Egmont LYX Verlag erschienen. Es handelt sich um den Auftaktband einer mehrteiligen Reihe. Derzeit ist es als Print, Hörbuch und eBook erhältlich.

 

Eine Geschichte, die vor einem tollen Setting des 1881er London glänzt. Verbunden mit einer tollen Liebesgeschichte, einem Hauch Thriller und gelungenen Fantasy-Elementen. Für mich wäre es auch ohne den Erotikteil ausgekommen.

 

London, 1881: Seit ihrer Geburt besitzt Miranda Ellis die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie ihr gesamtes Vermögen verloren hat und vor dem Ruin steht, sieht Miranda sich gezwungen, den geheimnisvollen Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt.

 

Hier handelt es sich um eine echte SuB-Leiche, wie wir unter uns Lesern so schön sagen. Ich habe dieses Buch damals kurz nach Erscheinen gekauft und es bis zu dieser Woche mitgeschleppt^^

Schade eigentlich, denn das Buch hat sich fantastisch gelesen. Ich liebe das Setting des 19. Jahrhunderts – besonders in England. Weshalb weiß ich nicht, doch da werde ich immer schwach 😉

Die ziemlich düster gehaltene Atmosphäre passt einfach wundervoll zu der Geschichte und haucht ihr Lebendigkeit ein. Natürlich tragen die beiden Protagonisten erheblich dazu bei, dass man in dieses Lesevergnügen voll eintauchen kann. Es ist spannend, geheimnisvoll und beherbergt eine komplizierte und faszinierende Liebesgeschichte.

Das Buch könnte eigentlich 5 Zahnrädchen bekommen. Mich haben jedoch unter anderem die sehr eindeutigen Erotikszenen gestört. Ich bin nicht prüde und sie waren auch nicht geschmacklos. Ich finde einfach, die Geschichte hätte sie nicht gebraucht. Sie wirkten auf mich wie Lückenfüller. Wenn auch schön geschrieben. Das hat mir etwas von der Atmosphäre genommen und mich aus der Geschichte geworfen. Und aus dem Klappentext kann man das leider nicht rauslesen.

Es sind mehrere Bände, wobei scheinbar nur 3 (und ein Prequel) davon ins Deutsche übersetzt worden sind. Das ist schade und lässt mich die Reihe gleich nach Band 1 beenden.

Ein schöner Serienauftakt, der mit Liebe für das Detail, einem tollen Setting nebst gelungener Atmosphäre und einer lesenswerten Story aufwartet. Ohne die für diese Geschichte überflüssigen Erotik-Szenen hätte ich noch deutlich mehr Lese-Vergnügen gehabt.

 

©Teja Ciolczyk, 30.03.2018

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