Seyyid denkt vielleicht, er hat mir eine unlösbare Aufgabe gestellt, doch da irrt er sich. Ich bin nicht erst seit gestern eine Tassallul – eine Assassine. Ich verstehe mein Handwerk. Dann mal los.
Oh, da seid Ihr ja bereits. Ist Euch auch niemand gefolgt?
Doch wo sind meine Manieren? Nennt mich bitte Aajet, meinen wahren Namen kann ich Euch natürlich nicht verraten – sonst müsste ich Euch töten.
E. F. v. Hainwald, seines Zeichens Autor, hat mich kontaktiert und mir äußerst brisante Informationen zugespielt! Natürlich werde ich die Gerüchte erst mal von Chantal, einer Schwarzhändlerin, bestätigen lassen. Sie weiß eigentlich so ziemlich alles. Gern erzähle ich Euch, wie mein Gespräch mit ihr verlaufen ist.


Da steht sie, die Schwarzhändlerin meines Vertrauens. Oder besser Informantin des Schreckens?
 
Heute treffe ich sie in Halga – sie verweilt nie lange an einem Ort. Und ich habe großes Glück, denn sie sieht aus, als würde sie sich bereits für den Aufbruch fertigmachen.
 
Ihre Augen und Ohren hat sie scheinbar überall. So wundert es mich nicht, dass sie mit ihrem speziellen Lächeln auf mich zukommt, obwohl sie mich nicht einmal angesehen hat.
 
Ich rücke mein Kopftuch zurecht und wappne mich für unseren Austausch, lange Gespräche liegen mir bei ihr nicht – denn diese Frau hat Charisma, ist selbstbewusst und könnte mich schneller kalt machen, als ich ‚hallo‘ sagen kann. Ich bin ihr schlicht nicht gewachsen.
 
Angeblich gehört sie nicht der Gilde an, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Tassallul sich ein solches Talent entgehen lassen. Vielleicht ist sie uns in scheinbarer Freiheit aber auch nützlicher, wer weiß.
 
„Stimmt es, befindet er sich wirklich in der Nähe?“, ich bin kurz angebunden, will mich nicht in ein nettes Geplänkel verwickeln lassen. Zeit ist Geld – oder mein Leben, wie man es nimmt.
 
„Wie immer sehr gesprächig und sich aller Höflichkeitsformen bewusst, wie? Sei gegrüßt Aajet. Ja, deine Quelle ist zuverlässig. Doch beeile dich, wir wollen doch nicht, dass dein Leben bald verwirkt ist?! Ich denke ohne ihn solltest du lieber ganz schnell das Weite suchen“, sie legt den Kopf schräg und mustert mich mit einem unergründlichen Blick, der mir einen Schauer über den Rücken jagt. Sie weiß stets mehr, als sie preisgibt. 
 
Mit einem kurzen Nicken verabschiede mich und begebe mich in die Richtung, in der Najim zuletzt gesehen wurde. Nichts ist mir lieber, als schnell von ihr wegzukommen. Und doch fasziniert diese Frau mich …


Kommen wir nun zum wichtigen Teil. Als Assassine der Gilde habe ich nicht viel Zeit, also hört gut zu. Ich werde es nur einmal sagen! Wenn Ihr sicher seid, dass niemand hinter Euch her ist, so gebt bitte die folgende Nachricht an Seyyid weiter:
Ich weiß wo Najim sich versteckt und werde die nötigen Schritte einleiten!

Ein paar Tage später …
 
Da seid Ihr ja wieder. Ihr seid meinen Anweisungen also gefolgt. Ich schätze, Seyyid hat die Informationen erhalten, denn bisher sind keine neuen Häscher hinter mir her. Wenn sie allerdings rausbekommen, wie mein Gespräch mit Najim gelaufen ist, könnte sich das sehr schnell ändern.

Er dachte wirklich, er könnte sich vor mir verstecken – lächerlich! Ich meine er ist gut, aber ich bin ein klein wenig besser.

Im Zwielicht vor einer kleinen Taverne konnte ich ihn stellen. Zum Glück hat er sich auf ein nettes Pläuschchen mit mir eingelassen. Als letzte zahlende Kundschaft waren wir dort ungestört. Im dunkelsten Eck saßen wir uns gegenüber. Diese Augen werde ich sicher nie vergessen …

Aber es hat sich gelohnt, mein Flammentänzer hat wahrlich Feuer im Blut! 😉

Doch möchte ich Euch mein mehr als interessantes Gespräch mit ihm nicht vorenthalten.

Ob mir die Rekrutierung gelungen ist? Nun ja, besucht mich am 20.08. wieder an dieser Stelle – dann sollt Ihr es erfahren 😉


Hoffentlich konnte meine kleine Fanfiction Euch ein wenig unterhalten. 🙂


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