KIDS-REZENSION

Kasperl blieb wie angewurzelt stehen: »Der Räuber Hotzenplotz?
Aber Herr Wachtmeister Dimpfelmoser,
der sitzt doch seit vierzehn Tagen im alten Spritzenhaus!
Wissen Sie das nicht mehr?«

»Und ob ich das weiß! «, ereiferte sich der Wachtmeister.
»Natürlich weiß ich das! Ich habe ihn ja vor vierzehn Tagen
eigenhändig dort eingesperrt.
Ich weiß aber leider auch … Ich weiß …«
Der Wachtmeister geriet ins Stocken.
»Also kurz und gut: Er ist ausgerissen! «

Aus „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ von Otfried Preußler

 

ÜBER DAS BUCH
Wer hätte das gedacht? Ein neues Buch von Otfried Preußler, dabei ist der Autor bereits 2013 verstorben. Doch er hat uns und den Kindern noch eine wundervolle kleine Geschichte hinterlassen: „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist ein Abenteuer des Halunken, welches erst 2018 im Thienemann Esslinger Verlag erschienen ist. Das Buch gibt es als Hardcover, eBook und Hörbuch. Genauere Informationen für die Eltern folgen, wie immer, am Schluss.

 

MEINE MEINUNG KURZ FÜR EUCH ZUSAMMENGEFASST
Ein sehr lustiges Vergnügen, das mit den anderen Hotzenplotz-Abenteuern sehr gut mithalten kann – auch wenn es kürzer ist. Dafür gibt es viele tolle Bilder

 

DARUM GEHT ES IN DIESEM BUCH (Klappentext)
Wachtmeister Dimpfelmoser steht der Schweiß auf der Stirn. Grund dafür: Der berüchtigte Räuber Hotzenplotz ist mal wieder ausgebrochen. Was für eine Katastrophe! Denn jeder weiß: Der Räuber Hotzenplotz ist der gefährlichste Räuber im ganzen Landkreis. Seppel und Kasperl sind fest entschlossen, den Räuber wieder einzufangen – und haben eine grandiose Idee. Sie wollen ihn ein für allemal auf den Mond schießen!

 

SO HAT UNS DAS BUCH GEFALLEN
Wir haben viel gelacht, so viel kann ich Euch gleich sagen. Mein Sohn fand dieses kleine Abenteuer wirklich toll. Wie immer haben Kasperl und Seppel allerhand angestellt, um dem ollen Räuber Hotzenplotz so richtig sein Handwerk zu vermiesen. Wer die beiden kennt, ahnt vielleicht, dass sie sich dafür sehr angestrengt haben und wirklich einen großen Spaß an der Sache hatten! Doch ob das reicht, um Hotzenplotz wieder ins alte Spritzenhaus zu bringen? Tja, wer weiß … da müsst Ihr selbst lesen – oder eben vorlesen lassen, wie mein Sohn (5 Jahre alt)

Außerdem fanden wir es besonders schön, dass diese Geschichte so geschrieben war, wie die alten drei Bände rund um den grummeligen Räuber. Auch der Maler der Bilder hat sich größte Mühe gegeben, die Art zu Malen an die Bilder aus diesen Büchern anzulehnen.

Dieses Buch hat also mit seinen 64 Seiten und den tollen Bildern sehr viel Freude gemacht und uns ordentlich lachen lassen!

 

SO VIELE ZAHNRÄDCHEN BEKOMMT DAS BUCH
Weil das Buch genauso schön geschrieben war,
wie die alten drei Bände, bekommt es von uns
5 von 5 Zahnrädchen!
©Teja Ciolczyk, 21.01.2019


 

 

FÜR DIE ELTERN
Liebe Eltern,
wie ihr sicher schon aus dem Text für die Kinder herauslesen konntet, hat diese spät veröffentlichte Geschichte gegenüber den früheren Werken keinen Charme eingebüßt. Die typische und beliebte Hotzenplotz-Manier. Es ist ebenso lustig erzählt und macht beim Vorlesen auch für die Erwachsenen Freude. Ein kleines Stück Kindheit kommt da wieder hoch

Auch ist das Buch ganz gut für Erstleser geeignet, die mit Anleitung auch mal selbst einen kleinen Teil zum abendlichen Vorlesen beitragen wollen. Natürlich hat es den Stil der alten Bücher – aber da ist es umso besser dazu geeignet, den Sprachschatz der Kleinen zu erweitern. Jedenfalls ist es recht groß geschrieben und eine Seite ist sicher drin

Über das Buch: Ein neues Abenteuer vom Hotzenplotz aus den Anfängen seiner Räuberkarriere, für Kinder ab 6 Jahren. Ursprünglich von Otfried Preußler als Puppenspiel geschrieben, wiederentdeckt und zur Vorlesegeschichte ergänzt von Susanne Preußler-Bitsch. Üppig und in Farbe illustriert.

Der Autor: Otfried Preußler stammte aus Nordböhmen, wo seine Vorfahren seit dem 15. Jahrhundert als Glasmacher im Vorland des Iser- und Riesengebirges ansässig waren.

Er wurde am 20. Oktober 1923 als Sohn eines Lehrers im nordböhmischen Reichenberg geboren. Nach dem Krieg und fünf Jahren in sowjetischer Gefangenschaft, kam er im Sommer 1949 nach Oberbayern, wohin es seine Angehörigen nach der Vertreibung aus der böhmischen Heimat verschlagen hatte. Seither lebte er in Oberbayern. Er starb am 18. Februar 2013.

Sein erstes Buch, “Der kleine Wassermann”, schrieb Otfried Preußler 1956. Damals war er noch Lehrer an einer Volksschule in Oberbayern, und wenn seine Schüler wieder einmal besonders unruhig waren, dann erzählte er ihnen Geschichten, die er später aufschrieb und veröffentlichte. Otfried Preußler hat über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen und über 350 Ausgaben übersetzt wurden und für die er viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 50 Millionen Exemplare.

Für umfassendere Informationen empfehle ich die Verlagsseite von Thienemann-Esslinger – hier ist viel Wissenswertes zusammengefasst.


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