Viele stellen sich das Leben eines
fahrenden Sängers glorreicher vor.
Ich auch; da war ich aber noch sehr jung.

Aus „Das Spielmannslied“ von Susanne Pavlovic

 

 

Das Buch „Das Spielmannslied“ von Susanne Pavlovic ist der erste Abrantes-Roman. Es ist im März 2016 unter dem Banner des Amrûn Verlages erschienen. Es ist als Hardcover, Taschenbuch und eBook erhältlich.

 

Wortschöne Fantasy mit einem charmanten Protagonisten, der mein Herz mit den ersten Zeilen erobert hat. Magie, Drachen, Abenteuer, Tragödien und Erzählungen vor mittelalterlicher Kulisse.

 

Der junge Spielmann Wolfram von Kürenberg hat ein Problem: Er leidet unter chronischem Lampenfieber und vermasselt jeden Auftritt. Von seinem Lehrmeister entlassen, findet er sich im Fahrwasser der ehemaligen Küchenmagd Krona, die den Kochlöffel gegen das Schwert getauscht hat und von großen Taten träumt. Als schließlich noch der junge Adelige Sindri aus einem Sauerkrautfass steigt, ist Wolfram schnell klar: Er ist der einzige bei dieser Truppe, der Verstand hat – und Lampenfieber ist sein geringstes Problem.

Die Vorgeschichte zum großen Fantasy-­Epos „Feuerjäger“ – denn auch große Helden fangen mal klein an.

 

Es war wie ein Heimkommen, anders kann ich es nicht beschreiben. Schon mit den ersten Zeilen wusste ich, dass ich mich in dieser Geschichte wohlfühlen würde. Und nun, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich auch mit aus dem Herzen kommender Gewissheit sagen: Ja, ich habe mich wohlgefühlt, verliebt und möchte am liebsten gleich dorthin zurückkehren!

Warum? Nun, Susanne Pavlovic hat hier nicht irgendeinen Spielmann aufs Feld der Geschichte gerufen, vielmehr hat sie mir als Leserin einen Weggefährten beschert – einen überaus unterhaltsamen dazu. Mit dem Voranschreiten der Geschichte, um ihn und seine Abenteuer mit kriegerischer und verzauberter Begleitung, hat er mehr und mehr auch mein Innerstes angesprochen.

In vielen Dingen habe ich mich sogar ein wenig selbst erkannt. Auch mir gebietet man des Öfteren eher zu schweigen, denn mein Wissen zu jeder Gelegenheit unaufgefordert an den Mann/ die Frau zu bringen

Mich hat das wundervolle Setting einer fremden Welt mit ihrer sagenhaften Atmosphäre gefesselt, die Charaktere haben mit ihrer für sich gestalteten Individualität als Freunde meinen Weg durch die Szenerie geteilt. Man darf als Leser nicht nur zuhören oder zusehen – man darf ganz für sich darin eintauchen und hautnah miterleben. Das gilt für Adrenalin steigernde Gefahren ebenso, wie für traurig stimmende Emotionsausbrüche.

Susanne Pavlovic bedient sich dabei einer formschönen Sprache, melodisch, eingängig und ebenso fesselnd wie fordernd. Der würzige Humor, der hier dem Ganzen noch einen unverkennbaren Glanz gibt, hat mich überaus häufig zu spontanen Lachern, kindischen Kichereien und derben Grunzlauten getrieben – wohlgemerkt unter fremden Leuten ^^

 

Eine wundervolle Geschichte, die in diesem ersten Band ihren Anfang genommen hat. Ich hoffe und wünsche mir für die Folgebände – die ich mir definitiv holen werde – ein weiterhin so fulminantes Lesevergnügen.

 

Höchstwertung!
©Teja Ciolczyk, 27.01.2019


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