Der Wald des Kleinen Volkes – tief, düster und verwunschen.
Doch was ist wahr, was Traum …

 

„Broceliande – Der Wald des Kleinen Volkes: Der Garten der Mönche“ ist der dritte Band der Comicserie. Insgesamt sind derzeit 7 Bände geplant. Das Szenario hat sich Nicolas Jarry erdacht, die Zeichnungen stammen von Djief und die Farbgebung hat Elodie Jacqumoire übernommen. Dieser Band ist erstmals im April 2019 im Splitter Verlag erschienen. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

 

Die Magie verwunschener Wälder und Mythen hat mich in ihren Bann gezogen! Gepaart mit lustigen Wortwechseln, lauernden Gefahren und einer Expedition, die so ganz anders endet …

 

Die Idee einer Expedition verläuft nicht so, wie die Kinder es geplant haben. Statt neuer Entdeckungen erwartet der Wald sie mit Nebel, Gefahren und Widrigkeiten, bei denen sie wohl daheim geblieben wären, hätten sie früher davon gewusst. Was als lustiges Abenteuer mit frechen Wortgefechten unter Freunden startet, soll ihrer aller Leben verändern. Doch was ist in Broceliande wirklich geschehen? Von Erzählungen gelockt, begeben sich die Kinder zu einem Ziel, das Erfahrungen birgt, die ihr Leben verändern sollen …

Diese Story hat mich fertiggemacht. Ich hatte ab einem bestimmten Zeitpunkt so eine Ahnung, was geschehen könnte – und lag fast richtig. Mein armes Herz, das kann ich sagen. So habe ich oft herzlich gelacht, weil hier wirklich mit gutem Humor gearbeitet wurde. Allerdings gab es auch Schrecksekunden und Erkenntnisse, die mich schlucken ließen.
Jedes der Kinder hat schon vorab sein Päckchen zu tragen, was sie alle zu verbinden scheint. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Das belebt die Story und zog mich quasi durch die Seiten.

Besonders möchte ich hervorheben, dass der … ich nenne ihn mal Erzähler … so gekonnt eingeflochten wurde. Oft hat es mich bei anderen Comics gestört, wenn ich seine Texte mitlesen musste. Doch hier integriert sich das und komplettiert die Geschichte. Man bekommt ein Gefühl, die Charaktere und die Handlung werden lebendig.

Geflügelte Wesen, ein verwunschen wirkender Wald und leicht rebellisch dreinschauende Kinder – japp, da hat man mich gleich! Das satte Grün, die angedeuteten Feen, das alles lockt mit seinem Zauber und versprüht schon einen Teil der innewohnenden Atmosphäre, die mich beim Lesen so herrlich eingefangen hat. Innerhalb ist die Anordnung der Bilder klar strukturiert und erzählt in Harmonie mit den Texten eine tolle Geschichte.

 

Gekonnt sind hier vor allem die Mimiken. Man sieht sofort, welche Stimmung hier verdeutlicht werden sollte – ganz ohne den Text zu lesen. Für einzelne Situationen wurde mit vorherrschenden Farben gearbeitet, das schien hier ein beliebtes Mittel zu sein und wurde passend eingesetzt.

Mir gefallen die vielen Details – man kann ewig auf die Zeichnungen schauen und entdeckt immer wieder etwas Neues. Gleichzeitig gibt es innerhalb der Zeichnungen einen Fokus, der den Blick zielgerichtet auf das lenkt.

Für mich wurden die kindliche Naivität, die Abenteuerlust, aber auch die ernüchternde Erkenntnis, Angst und lauernde Gefahr eingefangen. Sicher, das können viele Künstler, aber hier hat das alles eine eigene Magie, die mich mit Bildern mitten in die Broceliande geführt hat Die Atmosphäre der Zeichnungen, das Farbspiel – das hat mich entführt und an der Story teilhaben lassen.

 

Dieser Comic lebt von seiner zauberhaften Atmosphäre und hat mich mitten in seine Geschichte gezogen. Ich habe gelacht, einen großen Kloß hinuntergeschluckt und mich von der Story einfangen lassen können. Das Zusammenspiel von Szenario, Zeichnungen und Farben war hier einfach gekonnt und stimmig. Ich möchte gern auch die anderen Bände dieser Reihe lesen!

 

©Teja Ciolczyk, 02.05.2019


Das Bildmaterial stammt von mir, oder ist vom Splitter Verlag zur Verfügung gestellt worden.

 

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