BLOGTOUR: Kolibriküsse – Barbara Schinko

Hey Ihr Lieben!

Schön, dass Ihr am letzten Tag unserer Blogtour zu mir gefunden habt 🙂 Gestern konntet Ihr ja bei Nadja etwas über die Selbstfindung lesen und morgen werden dann schon fleißig die Gewinner verkündet! Damit Ihr noch mal stöbern könnt und auch keinen der super gestalteten Beiträge erpasst, hier noch mal der Blogtourfahrplan für Euch:
Tag 1: Autoren- und Buchvorstellung
Tag 2: Lacuna, Indiana: eine Kleinstadt, in der jeder jeden kennt
Bücherfarben
 
Tag 3: Die Neue, Kenzies erster Tag an der High School
 
Tag 4: Warum ausgerechnet Kolibris?
 
Tag 5: Eine Tragödie, über die niemand spricht
 
Tag 6: Selbstfindung: Konsequenzen und Möglichkeiten
 
Tag 7: Portrait aus zweiter Hand: Wer war Danny?
Hier bei mir 🙂
 
Tag 8: Gewinnerbekanntgabe 🙂

Und wenn Ihr noch wissen wollt, wie ich das Buch fand, hier geht es zu meiner Rezension 🙂 *klick*


 

Portrait aus zweiter Hand: Wer war Danny?

Nun aber zum eigentlichen Thema, hier fiktiv, gibt es solche Persönlichkeiten durchaus öfter in der Realität. Hinter jeder Geschichte steckt also auch ein kleines Körnchen Wahrheit …
Wer war Danny wirklich, wie wurde er wahrgenommen?
Um das heraus zu finden, musste ich in der sengenden Hitze Indianas erst einmal jemanden finden, der mich bei der Erwähnung von Danny nicht mit Blicken oder Schlimmerem umbringen wollte. Es ist eine komische Situation. Alle scheinen ihn zu verehren, aber niemand will über ihn sprechen. Doch was eine echte Journalistin ist, gibt nicht so einfach auf! Ich hatte riesen Glück, denn ganz am Rande nickte mir eine unscheinbare Person zu – also los Teja, es gibt etwas zu erfahren! Hier nun das, was sie mir zu erzählen bereit war:
Wo soll ich anfangen? Mein Name ist – ach eigentlich ist er unwichtig. Ich bin mit Danny und Josh zur Schule gegangen. Aber ich mag das Rampenlicht nicht. Daher bin ich wohl immer eine stille Beobachterin gewesen. Als Teja mich fragte, ob ich ihr etwas über Danny erzählen würde, hatte ich endlich die Chance, die Last meiner Beobachtungen abzugeben …
Nach meinen Eindrücken gibt es hier zwei Wahrnehmungen von ihm, aber lassen wir sie erst einmal erzählen:
 
Von Freunden und Teamkollegen wurde er regelrecht gefeiert und in einen Sonderstatus erhoben. Er gewann immer, war der Star der Schule. Angehimmelt von den Mädels und beneidet von den Jungs. Jeder wollte ihm gern gefallen. Aber mir war er immer etwas unheimlich. Er hatte etwas an sich, das mich abgeschreckt hat. Ich weiß nicht, ob das nur Einbildung war, aber ich konnte ihn nie leiden und hielt mich von ihm fern. Aber außer mir, ging es wohl keinem so. Er hatte eine richtige Fan-Gemeinde! Er … ok, ich muss jetzt gehen, ehrlich.
 
Das war ein kurzes und ebenso sonderbares Gespräch, da steckt doch mehr dahinter!
Ich konnte kurz mit Josh und Kenzie sprechen. Josh war sehr verschlossen und hat ähnlich reagiert wie seine Mitschüler. Aber Kenzie hat sich dann doch mit mir getroffen. Ich bin froh, dass sie mir wenigstens angekratzt hat, was sie wusste:
Tja, die familiäre Seite? Josh lernte andere Seiten an Danny kennen. Schon in der Kindheit zeigte Danny seine dunkle Seite. Josh hatte niemand anderen, der ihn nach dem Tod seiner Eltern aufnehmen konnte. Und so wurde er Danny als neuer „Bruder“ praktisch vor die Nase gesetzt. Von Eifersucht auf seinen Cousin zerfressen, setzte er Josh ständig zu. Obwohl Josh stets um seine Zuneigung bemüht war, musste er für seine bloße Anwesenheit büßen. 
 
Sein Vater sah in ihm denjenigen, der mal seine Farm übernehmen sollte. Auch wenn er insgeheim schon ahnte, dass Josh die bessere Wahl wäre. Ich habe das Gefühl, sein Onkel gibt Josh die Schuld an allem – und Josh selbst tut das wohl auch …
Hier tun sich Abgründe auf. Leicht schockiert mache ich mir so meine Gedanken über den „Everybody’s darling“.
Wie sehr kann man sich irren, oder schaut man weg?
Bei Danny war wohl beides der Fall, die einen haben schlichtweg nicht erkannt, welch psychopathischen Züge Danny schon während der Kindheit zeigte. Der andere Teil wollte es nicht sehen, tat es als bloßen Jähzorn und die fehlende Befähigung eine Niederlage einzustecken ab.
Bildquelle: pixabay.de
Was dann an einem Party-Abend in Indiana geschah, konnte niemand vorhersehen.
Mir stellt sich folgende Frage: Wollte denn damals niemand etwas sehen? Hätte man helfen können? Viele dieser Fragen stellen sich heute wohl auch die ehemaligen Freunde und Anverwandte von Danny. Aber nach seinem Tod sind all diese Fragen überflüssig, oder?
Wie wirkt Danny abschließend auf mich?
Und so sehen wir Licht und Schatten eines jungen Mannes, der es einfach gewohnt war die Nummer 1 zu sein – um jeden Preis. Nicht alles was glänzt, ist Gold. Obwohl Danny von uns gegangen ist, scheint er noch über allem zu schweben, er lässt sein alten Umfeld nicht los und steht noch immer im Rampenlicht. Man sollte meinen die Leute können abschließen, denn er ist doch tot, oder?
Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit und hoffe, mein kleines Portrait aus zweiter Hand hat Euch gefallen.
Alles liebe, Eure Journalistin für alle Fälle
Teja


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GWYNNY (Teja)

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