BLOGTOUR: Die Legende der Lichtgeborenen Trilogie – E.F. v. Hainwald

DIE LEGENDE DER LICHTGEBORENEN
– Eine Trilogie von E.F. v. Hainwald –

 

Herzlich willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour! 🙂
Es wurde schon viel aus der Welt rund um Zeemira, Jal und Najim erzählt. Schöne Beiträge, wie ich finde 😉
Gestern habt ihr zum Beispiel bei Susanne von Magische Momente auch noch ein paar Eindrücke aus den einzelnen Bänden bekommen.


Bei mir erfahrt ihr heute etwas über den Autor – aber nicht so langweilig standardisiert. Nö, bei mir gibt es heute ein Interview mit E.F. v. Hainwald, dass ich in eine Fanfiction eingebastelt habe, die ich für Euch geschrieben habe. Mitten aus der Welt der Lichtgeborenen. Ihr sollt euch schließlich schon ein wenig in die Geschichte reinfühlen können 😉 Dafür bin ich wieder in die Rolle der Assassine der Tassallul geschlüpft, der ich einstmals meinen Namen geliehen habe 😉

Das war ein Spaß! 🙂 Ich wünsche Euch viel Freude dabei!

Ach ja, es gibt natürlich ein Gewinnspiel (ich beneide den Gewinner/ die Gewinnerin wirklich um das Schmuckstück, welches er/ sie bekommen wird!!!) – damit ihr bei allen Stationen mitmachen könnt, findet ihr ganz unten im Beitrag noch einmal den Blogtourfahrplan 😉


 

Interview mit E.F. v. Hainwald,
Autor der Lichtgeborenen-Legende

– Eine Fanfiction mit echten Facts –

 

Der Autor
Die Assassine

Wer hätte das gedacht? Ich lebe noch! Nachdem ich den Flammentänzer nicht auf unsere Seite ziehen konnte, musste ich mir schnell etwas einfallen lassen. Ich meine, wer hat schon Lust, als Übungsziel für unsere neuen Rekruten herzuhalten? Unsere hohen Mitglieder sind nicht gerade für ihre ausgeprägte Geduld bekannt. Seit dem Vorkommnis in Halga ist mit einem Mal alles anders …

Jedenfalls, wer eine echte Tassallul ist, lässt sich durch diesen minimalen Rückschlag nicht einschüchtern! Auch, wenn es sehr schade ist, dass Najim auch auf mein anderes Angebot nicht eingehen wollte – dann hätte ich die Gilde fortan nicht mehr gebraucht…
Ein tiefes Seufzen entfährt der Assassine Teja

Doch mit dieser neuen Information kann ich meinen Stand wieder festigen, dann kann mich Aamiro mal kreuzweise, mit seinem Gehabe – nur, weil er jetzt über mir steht. Der Idiot kann nichts, außer gekonnt Kehlen aufzuschlitzen. Zugegeben, das ist ein Talent, welches in der Gilde durchaus auf Förderung stößt, aber ich kann mehr!

Meine Informantin in Halga, die mir damals schon den Tipp mit dem Flammentänzer gab, hat Hinweise auf den Chronisten! Endlich habe ich eine Chance, den Mann zu finden, welcher die Geschichte unserer Zeit niederschreibt. Sicher, es gibt auch etliche andere Quacksalber, die von sich behaupten die besten Chronisten zu sein. Doch diesem hier eilt sein Ruf voraus. Er ist maßgeblich, nach ihm richten sich die Aufzeichnungen des Hier und Jetzt. Keinem wird mehr Genauigkeit zugeschrieben. Die Gildenführung will ihn schon ewig in die Finger bekommen. Sagen wir, um unser Ansehen im Weltgeschehen etwas … nun ja … aufzupolieren. Natürlich nur dezent und gekonnt, man will ja nahe bei der Wahrheit bleiben.
Ein humorloses und abgehaktes Lachen entfährt Teja

Sein aktueller Aufenthaltsort ist angeblich Madina. Nicht der Ort, an dem ich gerade am liebsten wäre – aber man nimmt, was man kriegen kann. Wenn es stimmt, und ich diesen Schreiberling in die Finger bekomme, darf er mir erst mal ein paar Informationen schenken. Mein Wert steigert sich beträchtlich und zudem werde ich dafür sorgen, dass es die Gilde teuer zu stehen kommen wird, sollte mir etwas zustoßen …

***

Ein paar Tage später, in einer Taverne in Madina …

Taverne „Zum klugen Mann“

Diese Stadt macht mich einfach nervös. Zu viele Menschen – zu viele Lichtgeborene. Auch, wenn man dieser Tage nicht so viel von Ihnen sieht. Ich hasse Menschen einfach, egal, in welcher Gestalt. Sie sind laut, nervig und anstrengend. Für ein paar Stunden Spaß in meinem Bett, das halte ich ja noch aus. Aber für die tägliche Gesellschaft ziehe ich die Stille deutlich vor.

Wenn meine Informantin recht hat – und das hat sie immer – dann ist es der Kerl da vorne in der Ecke. Im letzten und dunkelsten Eck der Schenke. Das lasse ich mir gefallen, wie für mich geplant.
Ein verschlagenes Lächeln ziert die Lippen der Assassine, das ausnahmsweise sogar mal ihre Augen erreicht.

Langsam, mit einem gezielten Hüftschwung, gehe ich auf den vermeintlichen Chronisten zu.
„Guter Mann, darf ich mich zu Euch setzen? Ihr seht mir aus wie einer, der ein vernünftiges Gespräch zu schätzen weiß“, begrüße ich ihn freundlich.
Mit einem koketten Augenaufschlag und einem reizenden Lächeln warte ich auf seine Antwort. Ich erwarte eine freudige Zusage, schließlich bin ich mir meiner Wirkung auf das männliche Geschlecht durchaus bewusst.

Der Chronist blickt zu mir auf und mustert mich, unter seiner weiten Kapuze hinweg, mit seinen braunen Augen. Einzelne, weiße, lange Haare fallen ihm in sein Gesicht.
„Seid … gegrüßt“, murmelt er leise. „Ich habe diesen Sitzplatz nicht gewählt, weil ich gesprächige Gesellschaft suche.“

Ich ignoriere seinen letzten Satz. Während ich mich zu ihm an den Tisch setze, halte ich Augenkontakt. Er schaut ein wenig verwirrt aus der Wäsche, was mich jedoch nicht abschreckt. Ich finde das süß – der Mann gefällt mir.
„Serinaah mein Name, wenn ich mich vorstellen darf. Und Ihr seid?“, fragend lehne ich mich zu ihm vor.
Das ist der Augenblick der Wahrheit, habe ich den Schreiberling gefunden? Meine innere Anspannung verbergend, schenke ich ihm einen aufreizenden Blick in mein Dekolleté, in dem ich mich noch ein wenig weiter vorbeuge. Dass ich meinen wahren Namen nicht nenne, ist wohl selbstverständlich, oder?

„Hainwald, meines Zeichens Chronist unserer Zeit – Sammler von Fakten und Geschehnissen“, brummt er, greift zu seinem Weinkrug und mustert meinen Ausschnitt kurz über dessen Kante hinweg. „Frauen wie Ihr bedeuten meistens Ärger.“

Wenn er wüsste, wie recht er damit hat …
Aber darauf gehe ich nicht ein, denn ich tanze gerade innerlich und beglückwünsche mich dazu, ihn endlich und tatsächlich gefunden zu haben.

„Was treibt ein gut aussehender Mann wir Ihr hier in Madina? Ich hoffe doch sehr, es ist nicht die Liebe, die Euch herführt? Das wäre zu schade!“, säusele ich liebreizend.

„Die Liebe führt niemals nach Madina hinein – nur hinaus“, antwortet er mehrdeutig und leert seinen Becher.

„Was sehe ich da? Wir beide verdursten hier inmitten der Quelle. Das kann ich nicht zulassen.“
Mit einem Handwink bringe ich die Ausschankhilfe dazu, an unseren Tisch kommen. Schon von kleinauf lernt man als Mädchen in der Gilde, dass Alkohol und das gekonnte Einsetzen der eigenen Vorzüge gefügig und redselig machen – diesen Vorteil verschaffe ich mir nun. Im Übrigen klappt das durchaus bei beiden Geschlechtern.

Der leckere Wein. Natürlich der Beste, den man hier in ein Taverne bekommt!

„Zwei Becher Wein für meinen charmanten Tischnachbarn und mich, bitte.“
Während der Bestellung lege ich ganz unauffällig meine Hand an seine Schulter und warte auf eine Reaktion von ihm. Die Bedienung geht ihrer Arbeit nach und ich widme Hainwald – was für ein seltsamer Name – wieder meine volle Aufmerksamkeit.

„Da Ihr mich nicht in Ruhe lassen wollt, jedoch gedenkt meine Zeit mit Getränken zu erkaufen, sollt Ihr geduldet werden“, seufzt der Chronist und lehnt sich entspannt zurück.

Es folgt eine halbe Stunde wenig informative aber Basis schaffende Konversation. Nach zwei weiteren Bechern Wein starte ich meine Offensive. Er darf ja auch nicht zu betrunken sein. Wenn er mir die Informationen zukommen lässt, die ich will – vielleicht nehme ich ihn danach noch mit für ein paar Stunden angenehmer Ablenkung …

„So nennt mich doch endlich Serinaah, wir sind einander doch nicht mehr fremd“, vertrauensvoll lege ich ihm meine Hand auf seinen Oberschenkel. Ein wenig zu weit oben, ein wenig zu weit innen, um noch als sittsame Geste durchzugehen. Er geht nicht darauf ein, schiebt sie jedoch nicht weg.

„Wer eine Frau bei ihrem Namen nennt, wird sie meist nicht so schnell wieder los“, er grinst breit und scheint lockerer als zu Anfang des Gesprächs. Ich rechne mir langsam gute Chancen für mein Vorhaben aus.

„Darf ich dir eine Frage stellen? Jetzt, da wir beide hier so schön zusammensitzen. Du sagtest, du wärst ein Chronist. Wo nimmst du all das Wissen her? Sind es arg beschwerliche Reisen, die du auf dich nehmen musst? Ich stelle mir das furchtbar anstrengend vor!“, ein theatralischer und leicht mitleidiger Blick streift ihn – und er springt drauf an. Ha, sehr gut! So darf das gern weiter gehen.

„Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Talente und Begabungen. Viele übersehen diese, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, sich der Mehrheit anzupassen oder im Alltag zu versinken. Mein Wissen kommt auf verschlungenen Wegen zu mir – manchmal auf einer Reise, manchmal beim Studium ganz anderer Themen wie Magie oder Wissenschaft, doch öfter durch die bloße Beobachtung meiner Umgebung. Durch diese breite Sicht kann ich Verbindungen erkennen, welche Spezialisten verborgen bleiben“, erklärt er, blickt dabei jedoch ein wenig betreten zur Seite.

Die Waffen des Chronisten: Wissen, Papier, Tinte & Feder

„Wirklich? Beeindruckend! Gibt man dir das Wissen immer freiwillig? Ich meine, es ist doch recht heikel, an die Details zu kommen. Also, ich stelle mir das zumindest nicht einfach vor. So viel Recherche!“
Puuh! Da muss ich Acht geben. Ich darf mich nicht verraten – das kleine Naivchen zu spielen, ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht denkt.

„Die Leute sind immer bereit, sich mit ihrem Wissen zu brüsten, wenn man nur geschickt genug danach fragt – so wie Ihr gerade“, schmunzelt er und zwinkert mir verschwörerisch zu.

Er scheint nicht ganz so unachtsam, wie es bisher erschien. Aber ich darf nicht nachlassen, es steht zu viel auf dem Spiel – zur Not setze ich meine Geheimwaffe ein – was zu schade wäre für den weiteren Verlauf des angebrochenen Abends! Aber zunächst weiter auf die sanfte Tour …

Mit einem aufgeregten Glanz in den Augen sehe ich ihn an, ergreife seine Hand mit den meinen und zwinkere ihm ebenfalls zu: „Was ist das Heikelste, was du je erfahren hast? Gibt es vielleicht einen Aristokraten, eine Lichtgeborene, irgendjemanden, über den du mir ein Geheimnis verraten kannst?“
In Erwartung rutsche ich noch ein wenig enger zu ihm. Unsere Knie berühren sich und sein Blick verdunkelt sich daraufhin – ist das nun ein frivoler Glanz, Abneigung oder nur der Gedanke an die heikle Information? Dieser Mann ist definitiv nicht so einfach einzuschätzen, wie die meisten anderen.

„Das Heikelste?“, er reibt sich sein stoppeliges Kinn. „Nun, es gibt eine Macht hinter all jenem, was du sehen kannst. Die Hohepriesterinnen der Kathedrale sind genauso dessen Spielball, wie die Schattengilde – sie wissen es nur nicht. Ein aufmerksamer Beobachter merkt jedoch, dass manche Dinge viel zu … glatt laufen.“

DAS ist eine Information, für die sich unser kleines Geplänkel bereits gelohnt hat! Sie ist zwar noch sehr kryptisch, aber ich wäre keine Tassallul, wenn ich jetzt schon aufhören würde. Aufregung lässt mein Blut in Wallung geraten.
Ein leicht diabolisches Lächeln zupft an ihrem Mundwinkel. Doch schnell versteckt sie es wieder hinter der gespielten Maske der Bewunderung für ihren Gesprächspartner.

Wie gut, dass ich nicht zimperlich bin. Zumal der Chronist ein echter Leckerbissen ist. So gehe ich noch ein Stück weiter und hauche ihm einen Kuss des Dankes auf die Wange, woraufhin er verwirrt blinzelt.

„Wie lieb, dass du mir so viel von dir erzählst. Ich bewundere dich und deine Arbeit sehr! Aber, wirst du des Schreibens nicht manchmal müde? So viele Menschen, um deren Schicksal aufzuschreiben. So viele Details, um sie festzuhalten. Ich bin ein wenig um dein Wohlbefinden besorgt.“
Ich nehme seine rechte Hand, lege sie an die Stelle über meinem Herzen und schenke ihm einen Blick, der irgendwo zwischen Laszivität und Besorgnis liegt – und ja, ICH bekomme einen solchen Blick wirklich hin!
Plötzlich schaut er an mir vorbei, direkt über meine Schulter hinweg. Die Berührung scheint er zunächst nicht wahrzunehmen, doch dann spüre ich, wie seine Finger den Stoff meiner Kleidung packen.

„Die Bilder fliegen mir zu – ich kann mich nicht dagegen wehren. Allerdings nehmen sie manchmal derart Überhand, dass ich zurücktreten und die Feder niederlegen muss. Wenn ich zu viel Schreibe, vergesse ich zu speisen und nehme nur ein belebendes, schwarzes Getränk zu mir. So kann das natürlich nicht ewig gehen“, erwidert er und lässt mich los.

Ein kleines Stückchen näher, unsere Oberschenkel liegen nun direkt aneinander und die Körperwärme überträgt sich auf den jeweils anderen. Später, Teja. Später, versuche ich mich zu beruhigen.

„Weißt du, wenn ich früher einmal Geschichten erzählt bekam, so hatte ich immer einen, den ich am liebsten mochte. Nun schreibst du ja über Tatsachen, doch gibt es da vielleicht jemanden, dessen Geschichte dich am meisten beeindruckt hat? Du hast mit so vielen wichtigen Leuten zu tun, da ist doch sicher jemand, nicht wahr?“, fragend blicke ich ihm direkt in die Augen und nehme seinen Blick für einen Moment gefangen.

„Es gibt durchaus Wortzauberer, die mich beeindruckt haben. Neuerdings war einer darunter, der leider nur ein Werk geschaffen hat und dann spurlos verschwunden ist. Vielleicht haben die Mächtigen ihn bereits aus dem Weg geräumt, denn seine Geschichte über die Macht der Träume und eine Magie, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe, war wunderlich und voller Kraft – sprachen von Revolution. So etwas ist gefährlich. Sein Name war Aeryn Viscori, der Titel seines Werkes »Traumweber«. Seine Wortwahl und vor allem der neue Blickwinkel gegen Ende, haben mir Herzrasen verursacht“, sein Blick schweift in die Ferne und scheint Dinge zu sehen, die ihn mit Ehrfurcht erfüllen.
Mein Blick folgt dem seinen, doch außer dem dicken, verschwitzten Wirt, der mürrisch dreinblickend über Zimmerpreise verhandelt, sehe ich nichts. Ich verziehe mein Gesicht, als er seinen Arm hebt und der gigantische Schweißfleck, von meiner lebhaften Fantasie gelenkt, grün zu dampfen beginnt. Lieber wieder den hübschen Chronisten anschauen …

Nun, zwei weitere Becher Wein später habe ich schon einige nützliche Informationen zusammentragen können. Nur ein wenig mehr Zeit – willig genug ist er ja. Natürlich meine ich damit die Bereitschaft, meine Fragen zu beantworten …

„Was für eine Welt, in der wir hier leben. Doch du siehst sie mit anderen Augen – siehst das große Ganze. Wie ist das so für dich, wie findest du unser Leben?“, frage ich überzogen aufgeregt und muss beinahe über mich selbst lachen, so aufreizend-bewundernd komme ich rüber. Aber Männer lieben sowas.

„Jeden Tag werft ihr euch mit Inbrunst gegen eure Bestimmung oder lasst euch von ihr hinfortspülen. Ich weiß nicht, was mehr Leid verursacht. Vielleicht ist es gut, dass die Menschen niemals genauer hinblicken. Das sorgt mich jedoch manchmal ein wenig. Es gibt zu viele Zuschauer und zu wenig Agierende – auch wenn das die meisten gern anders sehen“, er sieht erneut zu mir und in seinen Augen liegt ein irritierendes Mitgefühl mit … mir?

Schnell schüttle ich dieses ungute Gefühl ab, das mir Hainwalds Blick vermittelt hat.

„Weißt du, mir gefällt, was ich höre. Du bist ein kluger und gut aussehender Mann“, diesmal wird meine Intention deutlich offenbar, denn ich lege meine Hand mit Nachdruck in seinen Schoß. Da ist kein Raum mehr für Interpretationen. Nur eine Absicht mit gezielter Wirkung.
Ein hübsches und leicht verruchtes Grinsen legt sich auf Tejas Züge.

„Komm mit mir, hübscher Mann. Ich hätte da noch ein zwei Themen, die ich gern privat mit dir besprechen möchte“, hauche ich.
„Es gibt sicherlich viel zu besprechen – mehr als du vielleicht ahnst“, erwidert er und hebt keck sein Kinn.

Ich folge ihm auf sein Zimmer. Doch statt sich meiner Oberweite zu widmen, schenkt er mir etwas Wasser ein und beginnt weiter von seinen Reisen, den ihm begegneten Menschen und einer Welt hinter dem Vorhang der Realität zu erzählen. Er antwortete bereitwillig auf fast alle Fragen und schon bald erscheint mir sein Geist viel attraktiver als sein Körper.

Das überrascht mich – noch nie hat mich der Charakter, die Denkweise eines Menschen so für sich eingenommen. Das rüttelt unangenehm an meinem Weltbild und meinem Schutzpanzer.

Ich muss das stoppen!

Eine meiner Waffen: Das Stilett

Dennoch lasse ich mich beinahe von seinen Geschichten einlullen, vergesse mein Vorhaben– jedoch nur fast. Ich bin eine Schleicherin – eine der Besten. Der Mann, der mich um den Finger wickeln kann, muss erst noch geboren werden … obwohl, wenn ich an den Flammentänzer denke …

Ich drehe mich von ihm fort und hole das Lippenrot hervor, welches ich für solche Fälle immer breit halte. Es ist mit dem hochwirksamen Wirkstoff der Schlafblume versetzt. Ein Kuss und der Chronist schläft wie ein Baby – mindestens 3 Stunden lang. Durch die Substanzen, welche die Gilde für uns bereithält, trifft mich die Wirkung lediglich abgeschwächt. Ich werde vielleicht ein wenig müde, das war es dann aber auch schon.

Die Informationen, die ich nun über so manchen Machthaber besitze, sind äußerst wertvoll für mich. Damit dürfte ich die Leiter innerhalb der Tassallul gleich etliche Stufen aufsteigen.
Ein kurzes und sehr berechnendes Lächeln huscht über ihre Züge.

Hainwalds Augen sind vom Wein leicht glasig und seltsam verschleiert. Mit meinem Blick halte ich den seinen fest, gehe auf ihn zu und bleibe ganz dicht vor ihm stehen.

„Schenke mir einen Kuss!“ Fordernd lehne ich mich ihm entgegen. Er nimmt schnell einen tiefen Zug aus seinem Becher, welcher an auf seinem Tisch steht und ich schließe in Erwartung eines Kusses meine Augen.

Doch statt seine Lippen auf meinen zu spüren, höre ich einen dumpfen Schlag. Schnell öffne ich die Augenlider und sehe einen in Ohnmacht gefallenen Chronisten vor mir auf dem Boden liegen.

„Was zur …“, mehr bringe ich nicht zu Stande.
Das kam zu plötzlich – und vor allem unerwartet! Das kann nur eines bedeuten. „Du hast doch nicht etwa wirklich …“
Ich rieche an seinem Becher – und ob er das hat! Schlafpulver – eine beträchtliche Menge davon, dem Duft nach zu urteilen, der dem Becher noch anhaftet.

Ich hätte es wissen müssen, seine Andeutungen hätten es mir verraten können, wenn ich nicht so abgelenkt gewesen wäre. Na ja, hilft jetzt auch nichts mehr.

„Interessant“, murmele ich, kremple meine Ärmel hoch und mache mich daran ihn handlich zu verschnüren. „Ich denke, wir werden noch eine Menge Spaß miteinander haben … du, deine Geschichten und ich …“

 


DAS GEWINNSPIEL

Oben habe ich es ja bereits erwähnt: Der Gewinn ist so genial!

Wie gerne würde ich bei dem Gewinnspiel teilnehmen!
Aber nein – das ist alles für den glücklichen Gewinner unter Euch reserviert. 🙂

Was müsst ihr tun, um am Gewinnspiel teilzunehmen? 

Beantwortet einfach täglich die Gewinnspielfrage unter den jeweiligen Beiträgen und schon seid ihr im Lostopf.

Ihr könnt euch jeden Tag ein Los sichern!!!

Wer nicht hier drunter kommentieren kann, der darf auch gerne eine Mail an Susanne senden (Bücher aus dem Feenbrunnen)

Mail: admin@buecherausdemfeenbrunnen.de
Betreff: Blogtour ,,Die Legende der Lichtgeborenen’’

Aber nun zu der Gewinnspielfrage!
Welche Frage möchtet Ihr
dem „Chronisten“ gerne stellen?

 

Teilnahmeregeln
*Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern gestattet
* Die Bewerber erklären sich im Gewinnfall dazu bereit, öffentlich genannt zu werden
* Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
* Keine Haftung für den Postversand
* Versand der Gewinne erfolgt innerhalb Deutschland – Österreich – Schweiz
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
* Bitte darauf achten, eine Mailadresse zu hinterlassen, oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, da sonst der Gewinn verfällt!
* Das Gewinnspiel läuft vom 01. Oktober 2018 – 07. Oktober 2018 um 23:59 Uhr
* Jeder Teilnehmer, der auf allen Blogs der Blogtour kommentiert (Frage beantwortet), bekommt für jeden Tag und jeden Blog jeweils 1 Los. ( Bis zu 7 Lose kann man somit bekommen und die Gewinnchance erhöht sich automatisch.)
* Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 08. Oktober 2018 bei Bücher aus dem Feenbrunnen, im Laufe des Tages.


DER BLOGTOURFAHRPLAN

 

Montag, 01.10. 2018
Infos rund ums Setting
Ann-Sophie von Reading is like taking a Journey

Dienstag,  02.10.2018
Weltsetting
Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

Mittwoch, 03.10.2018
Charaktere
Julia von Büchersalat

Donnerstag, 04.10.2018
Machtinstanzen
Bianca von Bibilotta

Freitag, 05.10.2018
Machtinstrumente
Katharina von booksline

Samstag, 06.10.2018
Einblicke in die Trilogie
Susanne von Magische Momente

Sonntag, 07.10.2018
Interview
Teja von Gwynny’s Lesezauber

Montag, 08.10.2018
Gewinnerbekanntgabe bei Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

 


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19 Kommentare
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Angela K.

Hallöchen,
auf Anhieb könnte ich gar keine Frage stellen.
Ich glaube es würde mir viele wenn ich , zumindest eines, die Bücher
gelesen hätte.
LG
Angela K.

Aria Sees

Hallo lieber Chronist,
Meine Frage an Dich…
Gab es in Deiner Geschichte eine Szene, die aus Deinem Leben entsprungen ist, oder teilweise entsprungen ist, und magst du mir die Anekdote dazu erzählen?

Vielen Dank für die Möglichkeit der Frage. Ich bin gespannt. 🙂

LG Aria♥

Anja - Bambinis Bücherzauber

Hallo,
das ist ja wirklich ein ungewöhnliches Interview.
Mich würde interessieren, welche besonderen Erlebnise der Chronist außerhalb der magischen Welt – vielleicht hat er auf seinen Reisen bereits aus seinen Schriften gelesen? – mit seinen Aufzeichnungen hatte?
Viele Grüße
Anja

Manuela Schäller

Huhu,
Danke für das schöne Interview.
Mich interessiert bei Autoren immer, wie das so mit dem Lesen ist.
Ich habe es als Kind immer gehasst wenn wir in der Schule ein Buch lesen mussten.
Und ich habe auch schon von Autoren gehört das es ihnen ähnlich ging.
Wie ist das bei dir? Liest du schon immer gern und egal was?

LG Manu

karin

Hallo und guten Tag,

Danke erst einmal für das heutige Fragestunde mit dem Chronisten.
Meine Frage an den Chronisten ist deshalb auch…
Wie es scheint ist er ja ein kluger und gutaussehender Mann , trotzdem fällt er auf den Trick der Serinaah …..Schlafpulver…..herein.
Wie kommt das? Wo bleibt die Vorsicht vor anderen, denn Wissen ist doch Macht oder?

LG..Karin..

Anja - Bambinis Bücherzauber

Hallo,
das ist wirklich mal ein ungewöhnliches Interview.
Mich würde interessieren, welche besonderen Erlebnisse der Chronist außerhalb der magischen Welt – ich vermute, er ist bereits weit gereist und hat vielleicht auch schon aus seinen Schriften gelesen? – bereits mit seinen Aufzeichnungen hatte?
Viele Grüße
Anja

Yvonne Seeor

Hi, tolles Interview! 🙂
Mich würde interessieren, welche Person aus seinen Chroniken dem Geschichtenerzähler am nächsten steht. Hat er zu einer eine besondere Bindung?

LG Yvonne

Andrea

Hey 🙂

Vielen Dank für das Interview. War wirklich mal eine etwas andere Art und spannend zu lesen 🙂
Meine Frage hat er eigentlich schon beantwortet – ich wollte eine Buchempfehlung und da hat er ja schon was genannt 😉

Liebe Grüße
Andrea

Astrid Arndt

Lieber Chronist,

sind weitere Abenteuer in der Welt der Lichtgeborenen zu erwarten?

GWYNNY (Teja)

Buchverrückte mit tiefer Leidenschaft für das geschriebene Wort.

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Hier lest Ihr kurze Bewertungen, geschrieben von meinem Sohn Fabian! Er ist 9 Jahre alt und liebt Geschichten genauso wie ich. Und da ich nicht alle Kinderbücher mitlesen kann, unterstützt er mich bei der Blogarbeit. ♥

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