DIE LEGENDE DER LICHTGEBORENEN
– Eine Trilogie von E.F. v. Hainwald –

 

Herzlich willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour! 🙂
Es wurde schon viel aus der Welt rund um Zeemira, Jal und Najim erzĂ€hlt. Schöne BeitrĂ€ge, wie ich finde 😉
Gestern habt ihr zum Beispiel bei Susanne von Magische Momente auch noch ein paar EindrĂŒcke aus den einzelnen BĂ€nden bekommen.


Bei mir erfahrt ihr heute etwas ĂŒber den Autor – aber nicht so langweilig standardisiert. Nö, bei mir gibt es heute ein Interview mit E.F. v. Hainwald, dass ich in eine Fanfiction eingebastelt habe, die ich fĂŒr Euch geschrieben habe. Mitten aus der Welt der Lichtgeborenen. Ihr sollt euch schließlich schon ein wenig in die Geschichte reinfĂŒhlen können 😉 DafĂŒr bin ich wieder in die Rolle der Assassine der Tassallul geschlĂŒpft, der ich einstmals meinen Namen geliehen habe 😉

Das war ein Spaß! 🙂 Ich wĂŒnsche Euch viel Freude dabei!

Ach ja, es gibt natĂŒrlich ein Gewinnspiel (ich beneide den Gewinner/ die Gewinnerin wirklich um das SchmuckstĂŒck, welches er/ sie bekommen wird!!!) – damit ihr bei allen Stationen mitmachen könnt, findet ihr ganz unten im Beitrag noch einmal den Blogtourfahrplan 😉


 

Interview mit E.F. v. Hainwald,
Autor der Lichtgeborenen-Legende

– Eine Fanfiction mit echten Facts –

 

Der Autor

Die Assassine

Wer hĂ€tte das gedacht? Ich lebe noch! Nachdem ich den FlammentĂ€nzer nicht auf unsere Seite ziehen konnte, musste ich mir schnell etwas einfallen lassen. Ich meine, wer hat schon Lust, als Übungsziel fĂŒr unsere neuen Rekruten herzuhalten? Unsere hohen Mitglieder sind nicht gerade fĂŒr ihre ausgeprĂ€gte Geduld bekannt. Seit dem Vorkommnis in Halga ist mit einem Mal alles anders 


Jedenfalls, wer eine echte Tassallul ist, lĂ€sst sich durch diesen minimalen RĂŒckschlag nicht einschĂŒchtern! Auch, wenn es sehr schade ist, dass Najim auch auf mein anderes Angebot nicht eingehen wollte – dann hĂ€tte ich die Gilde fortan nicht mehr gebraucht

Ein tiefes Seufzen entfÀhrt der Assassine Teja

Doch mit dieser neuen Information kann ich meinen Stand wieder festigen, dann kann mich Aamiro mal kreuzweise, mit seinem Gehabe – nur, weil er jetzt ĂŒber mir steht. Der Idiot kann nichts, außer gekonnt Kehlen aufzuschlitzen. Zugegeben, das ist ein Talent, welches in der Gilde durchaus auf Förderung stĂ¶ĂŸt, aber ich kann mehr!

Meine Informantin in Halga, die mir damals schon den Tipp mit dem FlammentĂ€nzer gab, hat Hinweise auf den Chronisten! Endlich habe ich eine Chance, den Mann zu finden, welcher die Geschichte unserer Zeit niederschreibt. Sicher, es gibt auch etliche andere Quacksalber, die von sich behaupten die besten Chronisten zu sein. Doch diesem hier eilt sein Ruf voraus. Er ist maßgeblich, nach ihm richten sich die Aufzeichnungen des Hier und Jetzt. Keinem wird mehr Genauigkeit zugeschrieben. Die GildenfĂŒhrung will ihn schon ewig in die Finger bekommen. Sagen wir, um unser Ansehen im Weltgeschehen etwas 
 nun ja 
 aufzupolieren. NatĂŒrlich nur dezent und gekonnt, man will ja nahe bei der Wahrheit bleiben.
Ein humorloses und abgehaktes Lachen entfÀhrt Teja

Sein aktueller Aufenthaltsort ist angeblich Madina. Nicht der Ort, an dem ich gerade am liebsten wĂ€re – aber man nimmt, was man kriegen kann. Wenn es stimmt, und ich diesen Schreiberling in die Finger bekomme, darf er mir erst mal ein paar Informationen schenken. Mein Wert steigert sich betrĂ€chtlich und zudem werde ich dafĂŒr sorgen, dass es die Gilde teuer zu stehen kommen wird, sollte mir etwas zustoßen 


***

Ein paar Tage spÀter, in einer Taverne in Madina 


Taverne “Zum klugen Mann”

Diese Stadt macht mich einfach nervös. Zu viele Menschen – zu viele Lichtgeborene. Auch, wenn man dieser Tage nicht so viel von Ihnen sieht. Ich hasse Menschen einfach, egal, in welcher Gestalt. Sie sind laut, nervig und anstrengend. FĂŒr ein paar Stunden Spaß in meinem Bett, das halte ich ja noch aus. Aber fĂŒr die tĂ€gliche Gesellschaft ziehe ich die Stille deutlich vor.

Wenn meine Informantin recht hat – und das hat sie immer – dann ist es der Kerl da vorne in der Ecke. Im letzten und dunkelsten Eck der Schenke. Das lasse ich mir gefallen, wie fĂŒr mich geplant.
Ein verschlagenes LĂ€cheln ziert die Lippen der Assassine, das ausnahmsweise sogar mal ihre Augen erreicht.

Langsam, mit einem gezielten HĂŒftschwung, gehe ich auf den vermeintlichen Chronisten zu.
„Guter Mann, darf ich mich zu Euch setzen? Ihr seht mir aus wie einer, der ein vernĂŒnftiges GesprĂ€ch zu schĂ€tzen weiß“, begrĂŒĂŸe ich ihn freundlich.
Mit einem koketten Augenaufschlag und einem reizenden LĂ€cheln warte ich auf seine Antwort. Ich erwarte eine freudige Zusage, schließlich bin ich mir meiner Wirkung auf das mĂ€nnliche Geschlecht durchaus bewusst.

Der Chronist blickt zu mir auf und mustert mich, unter seiner weiten Kapuze hinweg, mit seinen braunen Augen. Einzelne, weiße, lange Haare fallen ihm in sein Gesicht.
„Seid 
 gegrĂŒĂŸt“, murmelt er leise. „Ich habe diesen Sitzplatz nicht gewĂ€hlt, weil ich gesprĂ€chige Gesellschaft suche.“

Ich ignoriere seinen letzten Satz. WĂ€hrend ich mich zu ihm an den Tisch setze, halte ich Augenkontakt. Er schaut ein wenig verwirrt aus der WĂ€sche, was mich jedoch nicht abschreckt. Ich finde das sĂŒĂŸ – der Mann gefĂ€llt mir.
„Serinaah mein Name, wenn ich mich vorstellen darf. Und Ihr seid?“, fragend lehne ich mich zu ihm vor.
Das ist der Augenblick der Wahrheit, habe ich den Schreiberling gefunden? Meine innere Anspannung verbergend, schenke ich ihm einen aufreizenden Blick in mein Dekolleté, in dem ich mich noch ein wenig weiter vorbeuge. Dass ich meinen wahren Namen nicht nenne, ist wohl selbstverstÀndlich, oder?

„Hainwald, meines Zeichens Chronist unserer Zeit – Sammler von Fakten und Geschehnissen“, brummt er, greift zu seinem Weinkrug und mustert meinen Ausschnitt kurz ĂŒber dessen Kante hinweg. „Frauen wie Ihr bedeuten meistens Ärger.“

Wenn er wĂŒsste, wie recht er damit hat 

Aber darauf gehe ich nicht ein, denn ich tanze gerade innerlich und beglĂŒckwĂŒnsche mich dazu, ihn endlich und tatsĂ€chlich gefunden zu haben.

„Was treibt ein gut aussehender Mann wir Ihr hier in Madina? Ich hoffe doch sehr, es ist nicht die Liebe, die Euch herfĂŒhrt? Das wĂ€re zu schade!“, sĂ€usele ich liebreizend.

„Die Liebe fĂŒhrt niemals nach Madina hinein – nur hinaus“, antwortet er mehrdeutig und leert seinen Becher.

„Was sehe ich da? Wir beide verdursten hier inmitten der Quelle. Das kann ich nicht zulassen.“
Mit einem Handwink bringe ich die Ausschankhilfe dazu, an unseren Tisch kommen. Schon von kleinauf lernt man als MĂ€dchen in der Gilde, dass Alkohol und das gekonnte Einsetzen der eigenen VorzĂŒge gefĂŒgig und redselig machen – diesen Vorteil verschaffe ich mir nun. Im Übrigen klappt das durchaus bei beiden Geschlechtern.

Der leckere Wein. NatĂŒrlich der Beste, den man hier in ein Taverne bekommt!

„Zwei Becher Wein fĂŒr meinen charmanten Tischnachbarn und mich, bitte.“
WĂ€hrend der Bestellung lege ich ganz unauffĂ€llig meine Hand an seine Schulter und warte auf eine Reaktion von ihm. Die Bedienung geht ihrer Arbeit nach und ich widme Hainwald – was fĂŒr ein seltsamer Name – wieder meine volle Aufmerksamkeit.

„Da Ihr mich nicht in Ruhe lassen wollt, jedoch gedenkt meine Zeit mit GetrĂ€nken zu erkaufen, sollt Ihr geduldet werden“, seufzt der Chronist und lehnt sich entspannt zurĂŒck.

Es folgt eine halbe Stunde wenig informative aber Basis schaffende Konversation. Nach zwei weiteren Bechern Wein starte ich meine Offensive. Er darf ja auch nicht zu betrunken sein. Wenn er mir die Informationen zukommen lĂ€sst, die ich will – vielleicht nehme ich ihn danach noch mit fĂŒr ein paar Stunden angenehmer Ablenkung …

„So nennt mich doch endlich Serinaah, wir sind einander doch nicht mehr fremd“, vertrauensvoll lege ich ihm meine Hand auf seinen Oberschenkel. Ein wenig zu weit oben, ein wenig zu weit innen, um noch als sittsame Geste durchzugehen. Er geht nicht darauf ein, schiebt sie jedoch nicht weg.

„Wer eine Frau bei ihrem Namen nennt, wird sie meist nicht so schnell wieder los“, er grinst breit und scheint lockerer als zu Anfang des GesprĂ€chs. Ich rechne mir langsam gute Chancen fĂŒr mein Vorhaben aus.

„Darf ich dir eine Frage stellen? Jetzt, da wir beide hier so schön zusammensitzen. Du sagtest, du wĂ€rst ein Chronist. Wo nimmst du all das Wissen her? Sind es arg beschwerliche Reisen, die du auf dich nehmen musst? Ich stelle mir das furchtbar anstrengend vor!“, ein theatralischer und leicht mitleidiger Blick streift ihn – und er springt drauf an. Ha, sehr gut! So darf das gern weiter gehen.

„Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Talente und Begabungen. Viele ĂŒbersehen diese, weil sie zu sehr damit beschĂ€ftigt sind, sich der Mehrheit anzupassen oder im Alltag zu versinken. Mein Wissen kommt auf verschlungenen Wegen zu mir – manchmal auf einer Reise, manchmal beim Studium ganz anderer Themen wie Magie oder Wissenschaft, doch öfter durch die bloße Beobachtung meiner Umgebung. Durch diese breite Sicht kann ich Verbindungen erkennen, welche Spezialisten verborgen bleiben“, erklĂ€rt er, blickt dabei jedoch ein wenig betreten zur Seite.

Die Waffen des Chronisten: Wissen, Papier, Tinte & Feder

„Wirklich? Beeindruckend! Gibt man dir das Wissen immer freiwillig? Ich meine, es ist doch recht heikel, an die Details zu kommen. Also, ich stelle mir das zumindest nicht einfach vor. So viel Recherche!“
Puuh! Da muss ich Acht geben. Ich darf mich nicht verraten – das kleine Naivchen zu spielen, ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht denkt.

„Die Leute sind immer bereit, sich mit ihrem Wissen zu brĂŒsten, wenn man nur geschickt genug danach fragt – so wie Ihr gerade“, schmunzelt er und zwinkert mir verschwörerisch zu.

Er scheint nicht ganz so unachtsam, wie es bisher erschien. Aber ich darf nicht nachlassen, es steht zu viel auf dem Spiel – zur Not setze ich meine Geheimwaffe ein – was zu schade wĂ€re fĂŒr den weiteren Verlauf des angebrochenen Abends! Aber zunĂ€chst weiter auf die sanfte Tour …

Mit einem aufgeregten Glanz in den Augen sehe ich ihn an, ergreife seine Hand mit den meinen und zwinkere ihm ebenfalls zu: „Was ist das Heikelste, was du je erfahren hast? Gibt es vielleicht einen Aristokraten, eine Lichtgeborene, irgendjemanden, ĂŒber den du mir ein Geheimnis verraten kannst?“
In Erwartung rutsche ich noch ein wenig enger zu ihm. Unsere Knie berĂŒhren sich und sein Blick verdunkelt sich daraufhin – ist das nun ein frivoler Glanz, Abneigung oder nur der Gedanke an die heikle Information? Dieser Mann ist definitiv nicht so einfach einzuschĂ€tzen, wie die meisten anderen.

„Das Heikelste?“, er reibt sich sein stoppeliges Kinn. „Nun, es gibt eine Macht hinter all jenem, was du sehen kannst. Die Hohepriesterinnen der Kathedrale sind genauso dessen Spielball, wie die Schattengilde – sie wissen es nur nicht. Ein aufmerksamer Beobachter merkt jedoch, dass manche Dinge viel zu 
 glatt laufen.“

DAS ist eine Information, fĂŒr die sich unser kleines GeplĂ€nkel bereits gelohnt hat! Sie ist zwar noch sehr kryptisch, aber ich wĂ€re keine Tassallul, wenn ich jetzt schon aufhören wĂŒrde. Aufregung lĂ€sst mein Blut in Wallung geraten.
Ein leicht diabolisches LĂ€cheln zupft an ihrem Mundwinkel. Doch schnell versteckt sie es wieder hinter der gespielten Maske der Bewunderung fĂŒr ihren GesprĂ€chspartner.

Wie gut, dass ich nicht zimperlich bin. Zumal der Chronist ein echter Leckerbissen ist. So gehe ich noch ein StĂŒck weiter und hauche ihm einen Kuss des Dankes auf die Wange, woraufhin er verwirrt blinzelt.

„Wie lieb, dass du mir so viel von dir erzĂ€hlst. Ich bewundere dich und deine Arbeit sehr! Aber, wirst du des Schreibens nicht manchmal mĂŒde? So viele Menschen, um deren Schicksal aufzuschreiben. So viele Details, um sie festzuhalten. Ich bin ein wenig um dein Wohlbefinden besorgt.“
Ich nehme seine rechte Hand, lege sie an die Stelle ĂŒber meinem Herzen und schenke ihm einen Blick, der irgendwo zwischen LaszivitĂ€t und Besorgnis liegt – und ja, ICH bekomme einen solchen Blick wirklich hin!
Plötzlich schaut er an mir vorbei, direkt ĂŒber meine Schulter hinweg. Die BerĂŒhrung scheint er zunĂ€chst nicht wahrzunehmen, doch dann spĂŒre ich, wie seine Finger den Stoff meiner Kleidung packen.

„Die Bilder fliegen mir zu – ich kann mich nicht dagegen wehren. Allerdings nehmen sie manchmal derart Überhand, dass ich zurĂŒcktreten und die Feder niederlegen muss. Wenn ich zu viel Schreibe, vergesse ich zu speisen und nehme nur ein belebendes, schwarzes GetrĂ€nk zu mir. So kann das natĂŒrlich nicht ewig gehen“, erwidert er und lĂ€sst mich los.

Ein kleines StĂŒckchen nĂ€her, unsere Oberschenkel liegen nun direkt aneinander und die KörperwĂ€rme ĂŒbertrĂ€gt sich auf den jeweils anderen. SpĂ€ter, Teja. SpĂ€ter, versuche ich mich zu beruhigen.

„Weißt du, wenn ich frĂŒher einmal Geschichten erzĂ€hlt bekam, so hatte ich immer einen, den ich am liebsten mochte. Nun schreibst du ja ĂŒber Tatsachen, doch gibt es da vielleicht jemanden, dessen Geschichte dich am meisten beeindruckt hat? Du hast mit so vielen wichtigen Leuten zu tun, da ist doch sicher jemand, nicht wahr?“, fragend blicke ich ihm direkt in die Augen und nehme seinen Blick fĂŒr einen Moment gefangen.

„Es gibt durchaus Wortzauberer, die mich beeindruckt haben. Neuerdings war einer darunter, der leider nur ein Werk geschaffen hat und dann spurlos verschwunden ist. Vielleicht haben die MĂ€chtigen ihn bereits aus dem Weg gerĂ€umt, denn seine Geschichte ĂŒber die Macht der TrĂ€ume und eine Magie, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe, war wunderlich und voller Kraft – sprachen von Revolution. So etwas ist gefĂ€hrlich. Sein Name war Aeryn Viscori, der Titel seines Werkes »Traumweber«. Seine Wortwahl und vor allem der neue Blickwinkel gegen Ende, haben mir Herzrasen verursacht“, sein Blick schweift in die Ferne und scheint Dinge zu sehen, die ihn mit Ehrfurcht erfĂŒllen.
Mein Blick folgt dem seinen, doch außer dem dicken, verschwitzten Wirt, der mĂŒrrisch dreinblickend ĂŒber Zimmerpreise verhandelt, sehe ich nichts. Ich verziehe mein Gesicht, als er seinen Arm hebt und der gigantische Schweißfleck, von meiner lebhaften Fantasie gelenkt, grĂŒn zu dampfen beginnt. Lieber wieder den hĂŒbschen Chronisten anschauen 


Nun, zwei weitere Becher Wein spĂ€ter habe ich schon einige nĂŒtzliche Informationen zusammentragen können. Nur ein wenig mehr Zeit – willig genug ist er ja. NatĂŒrlich meine ich damit die Bereitschaft, meine Fragen zu beantworten 


„Was fĂŒr eine Welt, in der wir hier leben. Doch du siehst sie mit anderen Augen – siehst das große Ganze. Wie ist das so fĂŒr dich, wie findest du unser Leben?“, frage ich ĂŒberzogen aufgeregt und muss beinahe ĂŒber mich selbst lachen, so aufreizend-bewundernd komme ich rĂŒber. Aber MĂ€nner lieben sowas.

„Jeden Tag werft ihr euch mit Inbrunst gegen eure Bestimmung oder lasst euch von ihr hinfortspĂŒlen. Ich weiß nicht, was mehr Leid verursacht. Vielleicht ist es gut, dass die Menschen niemals genauer hinblicken. Das sorgt mich jedoch manchmal ein wenig. Es gibt zu viele Zuschauer und zu wenig Agierende – auch wenn das die meisten gern anders sehen“, er sieht erneut zu mir und in seinen Augen liegt ein irritierendes MitgefĂŒhl mit 
 mir?

Schnell schĂŒttle ich dieses ungute GefĂŒhl ab, das mir Hainwalds Blick vermittelt hat.

„Weißt du, mir gefĂ€llt, was ich höre. Du bist ein kluger und gut aussehender Mann“, diesmal wird meine Intention deutlich offenbar, denn ich lege meine Hand mit Nachdruck in seinen Schoß. Da ist kein Raum mehr fĂŒr Interpretationen. Nur eine Absicht mit gezielter Wirkung.
Ein hĂŒbsches und leicht verruchtes Grinsen legt sich auf Tejas ZĂŒge.

„Komm mit mir, hĂŒbscher Mann. Ich hĂ€tte da noch ein zwei Themen, die ich gern privat mit dir besprechen möchte“, hauche ich.
„Es gibt sicherlich viel zu besprechen – mehr als du vielleicht ahnst“, erwidert er und hebt keck sein Kinn.

Ich folge ihm auf sein Zimmer. Doch statt sich meiner Oberweite zu widmen, schenkt er mir etwas Wasser ein und beginnt weiter von seinen Reisen, den ihm begegneten Menschen und einer Welt hinter dem Vorhang der RealitÀt zu erzÀhlen. Er antwortete bereitwillig auf fast alle Fragen und schon bald erscheint mir sein Geist viel attraktiver als sein Körper.

Das ĂŒberrascht mich – noch nie hat mich der Charakter, die Denkweise eines Menschen so fĂŒr sich eingenommen. Das rĂŒttelt unangenehm an meinem Weltbild und meinem Schutzpanzer.

Ich muss das stoppen!

Eine meiner Waffen: Das Stilett

Dennoch lasse ich mich beinahe von seinen Geschichten einlullen, vergesse mein Vorhaben– jedoch nur fast. Ich bin eine Schleicherin – eine der Besten. Der Mann, der mich um den Finger wickeln kann, muss erst noch geboren werden 
 obwohl, wenn ich an den FlammentĂ€nzer denke 


Ich drehe mich von ihm fort und hole das Lippenrot hervor, welches ich fĂŒr solche FĂ€lle immer breit halte. Es ist mit dem hochwirksamen Wirkstoff der Schlafblume versetzt. Ein Kuss und der Chronist schlĂ€ft wie ein Baby – mindestens 3 Stunden lang. Durch die Substanzen, welche die Gilde fĂŒr uns bereithĂ€lt, trifft mich die Wirkung lediglich abgeschwĂ€cht. Ich werde vielleicht ein wenig mĂŒde, das war es dann aber auch schon.

Die Informationen, die ich nun ĂŒber so manchen Machthaber besitze, sind Ă€ußerst wertvoll fĂŒr mich. Damit dĂŒrfte ich die Leiter innerhalb der Tassallul gleich etliche Stufen aufsteigen.
Ein kurzes und sehr berechnendes LĂ€cheln huscht ĂŒber ihre ZĂŒge.

Hainwalds Augen sind vom Wein leicht glasig und seltsam verschleiert. Mit meinem Blick halte ich den seinen fest, gehe auf ihn zu und bleibe ganz dicht vor ihm stehen.

„Schenke mir einen Kuss!“ Fordernd lehne ich mich ihm entgegen. Er nimmt schnell einen tiefen Zug aus seinem Becher, welcher an auf seinem Tisch steht und ich schließe in Erwartung eines Kusses meine Augen.

Doch statt seine Lippen auf meinen zu spĂŒren, höre ich einen dumpfen Schlag. Schnell öffne ich die Augenlider und sehe einen in Ohnmacht gefallenen Chronisten vor mir auf dem Boden liegen.

„Was zur 
“, mehr bringe ich nicht zu Stande.
Das kam zu plötzlich – und vor allem unerwartet! Das kann nur eines bedeuten. „Du hast doch nicht etwa wirklich 
“
Ich rieche an seinem Becher – und ob er das hat! Schlafpulver – eine betrĂ€chtliche Menge davon, dem Duft nach zu urteilen, der dem Becher noch anhaftet.

Ich hĂ€tte es wissen mĂŒssen, seine Andeutungen hĂ€tten es mir verraten können, wenn ich nicht so abgelenkt gewesen wĂ€re. Na ja, hilft jetzt auch nichts mehr.

„Interessant“, murmele ich, kremple meine Ärmel hoch und mache mich daran ihn handlich zu verschnĂŒren. „Ich denke, wir werden noch eine Menge Spaß miteinander haben 
 du, deine Geschichten und ich …“

 


DAS GEWINNSPIEL

Oben habe ich es ja bereits erwÀhnt: Der Gewinn ist so genial!

Wie gerne wĂŒrde ich bei dem Gewinnspiel teilnehmen!
Aber nein – das ist alles fĂŒr den glĂŒcklichen Gewinner unter Euch reserviert. 🙂

Was mĂŒsst ihr tun, um am Gewinnspiel teilzunehmen? 

Beantwortet einfach tÀglich die Gewinnspielfrage unter den jeweiligen BeitrÀgen und schon seid ihr im Lostopf.

Ihr könnt euch jeden Tag ein Los sichern!!!

Wer nicht hier drunter kommentieren kann, der darf auch gerne eine Mail an Susanne senden (BĂŒcher aus dem Feenbrunnen)

Mail: admin@buecherausdemfeenbrunnen.de
Betreff: Blogtour ,,Die Legende der Lichtgeborenen’’

Aber nun zu der Gewinnspielfrage!
Welche Frage möchtet Ihr
dem “Chronisten” gerne stellen?

 

Teilnahmeregeln
*Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern gestattet
* Die Bewerber erklÀren sich im Gewinnfall dazu bereit, öffentlich genannt zu werden
* Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
* Keine Haftung fĂŒr den Postversand
* Versand der Gewinne erfolgt innerhalb Deutschland – Österreich – Schweiz
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
* Bitte darauf achten, eine Mailadresse zu hinterlassen, oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, da sonst der Gewinn verfÀllt!
* Das Gewinnspiel lĂ€uft vom 01. Oktober 2018 – 07. Oktober 2018 um 23:59 Uhr
* Jeder Teilnehmer, der auf allen Blogs der Blogtour kommentiert (Frage beantwortet), bekommt fĂŒr jeden Tag und jeden Blog jeweils 1 Los. ( Bis zu 7 Lose kann man somit bekommen und die Gewinnchance erhöht sich automatisch.)
* Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 08. Oktober 2018 bei BĂŒcher aus dem Feenbrunnen, im Laufe des Tages.


DER BLOGTOURFAHRPLAN

 

Montag, 01.10. 2018
Infos rund ums Setting
Ann-Sophie von Reading is like taking a Journey

Dienstag,  02.10.2018
Weltsetting
Susanne von BĂŒcher aus dem Feenbrunnen

Mittwoch, 03.10.2018
Charaktere
Julia von BĂŒchersalat

Donnerstag, 04.10.2018
Machtinstanzen
Bianca von Bibilotta

Freitag, 05.10.2018
Machtinstrumente
Katharina von booksline

Samstag, 06.10.2018
Einblicke in die Trilogie
Susanne von Magische Momente

Sonntag, 07.10.2018
Interview
Teja von Gwynny’s Lesezauber

Montag, 08.10.2018
Gewinnerbekanntgabe bei Susanne von BĂŒcher aus dem Feenbrunnen

 


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19 Kommentare

  1. Astrid Arndt

    7. Oktober 2018 at 8:42

    Lieber Chronist,

    sind weitere Abenteuer in der Welt der Lichtgeborenen zu erwarten?

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 12:16

      Seid gegrĂŒĂŸt Astrid,

      nach dem Ereignissen im finalen Band der Trilogie werden die Geschicke der Welt neu gelenkt. Es ist an der Zeit, dass ich mich anderen SphÀren zuwende und diese niederschreibe.
      Ich habe jedoch noch ein paar Aufzeichnungen ĂŒber das Sabiquaan gefunden, die unerwĂ€hnt blieben …… und ein paar gekrakelte BlĂ€tter, welche so wirken, als hĂ€tten sie krallenbewehrte HĂ€nde beschriftet und keine menschlichen HĂ€nde – vielleicht gibt es irgendwann noch etwas kleines zu erzĂ€hlen. 😉

      Eine gute Reise,
      Hainwald

      Antworten
  2. Andrea

    7. Oktober 2018 at 9:46

    Hey 🙂

    Vielen Dank fĂŒr das Interview. War wirklich mal eine etwas andere Art und spannend zu lesen 🙂
    Meine Frage hat er eigentlich schon beantwortet – ich wollte eine Buchempfehlung und da hat er ja schon was genannt 😉

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Andrea

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 12:21

      Hallo Andrea,

      es ist nicht so, dass ich nur eine hĂ€tte – brauchst du mehr? 😉

      Viele GrĂŒĂŸe

      Antworten
  3. Yvonne Seeor

    7. Oktober 2018 at 11:08

    Hi, tolles Interview! 🙂
    Mich wĂŒrde interessieren, welche Person aus seinen Chroniken dem GeschichtenerzĂ€hler am nĂ€chsten steht. Hat er zu einer eine besondere Bindung?

    LG Yvonne

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 12:26

      Hallo Yvonne,

      hmmmm … das hat sich gewandelt. Zuerst war es Zeemira mit ihren Eigenarten – logisch Protagonist im DebĂŒtroman. 😉 Doch gegen Ende von Buch 2 wurde es Najim.
      Letztendlich tragen alle Charaktere – so also auch Jaleel, Maheen und Pheedre – Facetten von mir, WĂŒnsche von mir in sich. Das war nicht direkt so geplant, aber manchmal fließt mehr vom Autoren in ein Buch, als er selber ahnt. 😉

      Liebe GrĂŒĂŸe

      Antworten
  4. Anja - Bambinis BĂŒcherzauber

    7. Oktober 2018 at 13:10

    Hallo,
    das ist wirklich mal ein ungewöhnliches Interview.
    Mich wĂŒrde interessieren, welche besonderen Erlebnisse der Chronist außerhalb der magischen Welt – ich vermute, er ist bereits weit gereist und hat vielleicht auch schon aus seinen Schriften gelesen? – bereits mit seinen Aufzeichnungen hatte?
    Viele GrĂŒĂŸe
    Anja

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 19:08

      Hallo Anja,

      weit gereist bin ich wohl, auch die Schriften waren dabei, um Interessierte neues Wissen nahe zu bringen. Gelesen habe ich daraus bisher noch nicht, da bin ich ehrlich gesagt etwas scheu … aber im nĂ€chsten Mond dieses Sonnenjahres werde ich es wagen … mit rasendem Herzen.

      Besonders war ein Erlebnis mit den Schriften zu “Cyberempathy”: auf einer großen Versammlung von Interessierten des geschriebenen Wortes in Leipzig – jedwede Generation von jung bis alt war erpicht darauf, sich mit mir ĂŒber diverse Inhalte kritischer Natur daraus zu unterhalten – das hat mich schon ĂŒberrascht, vor allem wenn es um Dinge ging, die dieser Zeit sehr voraus waren.
      Es war beiderseitig inspirierend und erfrischend! 🙂

      Viele GrĂŒĂŸe

      Antworten
  5. karin

    7. Oktober 2018 at 13:34

    Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal fĂŒr das heutige Fragestunde mit dem Chronisten.
    Meine Frage an den Chronisten ist deshalb auch…
    Wie es scheint ist er ja ein kluger und gutaussehender Mann , trotzdem fĂ€llt er auf den Trick der Serinaah …..Schlafpulver…..herein.
    Wie kommt das? Wo bleibt die Vorsicht vor anderen, denn Wissen ist doch Macht oder?

    LG..Karin..

    Antworten
    • Gwynny

      7. Oktober 2018 at 17:09

      Ist er ja nicht wirklich. Es war seine Entscheidung. Die Assassine wollte das ja mit ihrem Lippenstift lösen – er hat ihr die Arbeit angenommen

      Antworten
      • E.F. von Hainwald

        7. Oktober 2018 at 19:11

        Hallo Karin,

        die Entscheidung habe ich selbst getroffen, aus dem Wissen heraus, dass sich so neue TĂŒren öffnen. Manchmal muss man TĂŒren schließen, um voranschreiten zu können. 😉

        Viele GrĂŒĂŸe

        Antworten
  6. Manuela SchÀller

    7. Oktober 2018 at 13:46

    Huhu,
    Danke fĂŒr das schöne Interview.
    Mich interessiert bei Autoren immer, wie das so mit dem Lesen ist.
    Ich habe es als Kind immer gehasst wenn wir in der Schule ein Buch lesen mussten.
    Und ich habe auch schon von Autoren gehört das es ihnen Àhnlich ging.
    Wie ist das bei dir? Liest du schon immer gern und egal was?

    LG Manu

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 15:39

      Hallo Manu,

      ich habe schon immer gern gelesen. Als Jugendlicher waren es meist BĂŒcher von Wolfgang Hohlbein. Der Kram in der Schule war aber öde – die Klassiker waren gar nicht meinst.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Antworten
  7. Anja - Bambinis BĂŒcherzauber

    7. Oktober 2018 at 13:53

    Hallo,
    das ist ja wirklich ein ungewöhnliches Interview.
    Mich wĂŒrde interessieren, welche besonderen Erlebnise der Chronist außerhalb der magischen Welt – vielleicht hat er auf seinen Reisen bereits aus seinen Schriften gelesen? – mit seinen Aufzeichnungen hatte?
    Viele GrĂŒĂŸe
    Anja

    Antworten
  8. Aria Sees

    7. Oktober 2018 at 15:01

    Hallo lieber Chronist,
    Meine Frage an Dich…
    Gab es in Deiner Geschichte eine Szene, die aus Deinem Leben entsprungen ist, oder teilweise entsprungen ist, und magst du mir die Anekdote dazu erzÀhlen?

    Vielen Dank fĂŒr die Möglichkeit der Frage. Ich bin gespannt. 🙂

    LG Aria♄

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 19:18

      Hallo Anja,

      ja, allerdings … mir sind die Drillinge aus Band 2 real begegnet.

      Es war ein kalter Winter, jedoch nur mit wenig zuckerhaften Schnee auf dem gefrorenen Boden. Ich war auf einem archaischen Markt unterwegs und beschaute kleine, filigrane SchmuckstĂŒcke aus Metall an einem Stand. Als ich aufblickte, standen mir die Drei, genau wie ich sie im Buch beschreibe, vor mir – das gleiche Aussehen, die gleiche Kleidung – und schauten mich synchron mit einem perfekten LĂ€cheln an

      Das war voller Ästhetik und Befremdlichkeit gleichermaßen. Beeindruckend.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Antworten
  9. Angela K.

    7. Oktober 2018 at 18:02

    Hallöchen,
    auf Anhieb könnte ich gar keine Frage stellen.
    Ich glaube es wĂŒrde mir viele wenn ich , zumindest eines, die BĂŒcher
    gelesen hÀtte.
    LG
    Angela K.

    Antworten
    • E.F. von Hainwald

      7. Oktober 2018 at 19:19

      Hallo Angela,

      dann stell sie mir nachher, wenn du vielleicht einmal in meine Romane geschaut hast – ich bin ja durchaus gut erreichbar auf den sozialen Medien. 🙂

      Viele GrĂŒĂŸe

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