»Was für ein stinklangweiliger Tunnel«, brummte Tiam hinter Rya und trat einen kleinen Stein in die Dunkelheit hinaus, wo er kullernd und klackernd verschwand.
…
»Eigentlich ist er genau im richtigen Maß langweilig«, antwortete Zelin leise vor ihnen. »Wir sind noch nicht abgestürzt, mussten uns nicht den Weg freischlagen, Steine wollten uns auch noch keine erschlagen und es ist überhaupt nicht anstrengend.«
Aus „Die Palneor-Saga I – Die Gruben von Itar“ von Benjamin Keck
Spritzige Dialoge, eine ordentliche Portion schwarzer Humor und ganz nebenbei die knallharten Tatsachen des Lebens – grandioser Auftakt!
Das Buch
Genial – das ist das Erste, was mir zu diesem Reihenauftakt einfällt. Benjamin Keck ist ein Meister der spritzigen Dialoge und versteht es, selbst dann noch ein halbseitiges Lächeln abzuringen, wenn in der Geschichte gerade eigentlich alles den Bach runtergeht. Alles steht unter einem gewissen Schalk, der beim Schreiben sicherlich ordentlich in den Augen des Autors geblitzt hat. Ein Spagat, den man erst einmal meistern können muss! Dabei mangelt es nicht an Tiefe, denn die ernsten Themen weiß er auch zu nehmen.
Was natürlich ordentlich zu einem fulminanten Lese-Erlebnis beiträgt, sind die Charaktere, die in den unterschiedlichsten Facetten schillern. Eine Dynamik, die einfach alles lebendig macht. Er nimmt genau die Leute, die man nie in einem Raum zusammen erwarten würde, und packt sie auf einen Haufen. Das ergibt so geniale Handlungen, Gespräche und einen Humor, wie man ihn nur selten findet. Herrlich!
Auch die ruhigeren Passagen seiner Geschichte weiß er so zu würzen, dass man nicht an Längen denkt, im Gegenteil. Ich hatte stets das Gefühl, die Geschichte würde nur so dahinfliegen, weil sie einfach sich selbst trägt. Ich habe es gehört, aber auch mal reingeschnuppert – nicht zu gestelzt, nicht zu derb. Es liest sich einfach großartig! Und die Atmosphäre, die Kulisse, glänzen durch zielgenaue Beschreibungen, die dennoch bildgewaltig wirken. Die Gruben waren beeindruckend – besonders ein gewisser Stamm hat es geschafft, mir ein wenig den Magen umzudrehen … ^^
Der Sprecher
Robert Frank macht einfach immer einen überaus genialen Job. Hier ist Zelin mein Liebling, denn Robert schafft es, ihm dieses Lächeln beim Sprechen zu verpassen, sodass man den fast immer gutgelaunten Kerl vor sich sieht und sich von seinem sonnigen Gemüt anstecken lässt. Mit seiner Intonation gibt er dieser Geschichte eine Atmosphäre, die alles noch ein wenig lebendiger wirken lässt.
Dieser grandiose Auftakt glänzt nicht nur durch Tiefe, sondern vor allem durch authentische Charaktere und spritzige Dialoge. Ich hatte richtig Spaß beim Lesen!
Höchstwertung!
©Teja Ciolczyk, 28.12.2025
Und wer es genau wissen möchte … 😉
Das Buch „Die Palneor-Saga I – Die Gruben von Itar“ von Benjamin Keck ist im Mai 2024 erschienen. Es handelt sich um den Auftakt einer Trilogie, die als Taschenbuch, Hörbuch (bei Audible erschienen) und E-Book erhältlich ist. Die Hörbuchlänge beträgt 12 Stunden und 26 Minuten. Gesprochen wird es von Robert Frank.
In einer düsteren Welt voller Intrigen und Verrat wird Rya, eine Außenseiterin in ihrer Heimatstadt, in die Gruben von Itar geworfen. Umgeben von Verbrechern und Verbannten, sinnt sie nach Rache und Gerechtigkeit. Gefangen hinter Mauern aus Dunkelheit und Verzweiflung finden sich nicht nur Gefahren und Geheimnisse, sondern auch Freundschaft. Dort, wo die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, beginnt für Rya und ihre Freunde der Kampf ums Überleben.
Werden sie einen Ausweg finden, oder wird die Finsternis sie verschlingen?
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Die Gaukler-Chroniken I-III von Sam Feuerbach
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